Weiter zum Inhalt

Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen unterstützt gemeinsam mit der Wirtschaft die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Konzepte und Strategien zur Weiterentwicklung einer familienorientierten Arbeitswelt. Auf landespolitischer Ebene werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Dazu gehören unter anderem die Handlungsfelder Kinderbetreuung, Unternehmenskommunikation, Vereinbarkeit im öffentlichen Dienst, pflegende Angehörige, Alleinerziehende und Gleichstellung in der Digitalisierung.

Förderung für Frauen am Arbeitsmarkt wird gestärkt

Mit dem Programm RIKA (kurz für Regionale Initiativen und Kooperationen für Frauen am Arbeitsmarkt) fördert das Land Niedersachsen Projekte, die Frauen bessere Chancen am Arbeitsmarkt bieten. Damit möglichst viele Projekte gefördert werden können, stellt die Landesregierung insgesamt 40 Millionen Euro an Landesmitteln und europäischen Mitteln bis 2029 zur Verfügung. Mehr ...

Teilzeit bleibt weiterhin Frauensache

Ein großer Teil der erwerbstätigen Mütter steckt beruflich zurück. Im Jahr 2020 haben zwei Drittel aller erwerbstätigen Mütter in Teilzeit (65,5%) gearbeitet. Bei Vätern in derselben Situation waren es zuletzt nur 7,1%. Daran hat sich binnen zehn Jahren wenig verändert: 2010 lag die Teilzeitquote von Vätern bei 5,4%, die von Müttern bei 64,2%. Weitere Statistiken zur Vereinbarkeit und zu Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie hat das Statistische Bundesamt veröffentlicht. www.destatis.de

GFMK setzt klare Zeichen für gerechte Verteilung der Sorgearbeit

Die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren (GFMK) setzt sich für eine gerechte partnerschaftliche Verteilung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern und eine verbesserte Betreuungsinfrastruktur ein. Dies machten die Vertreterinnen und Vertreter aller 16 Bundesländer mit einem entsprechenden Beschluss im Juni 2021 deutlich. Gerade in Zeiten der Pandemie werden die verstärkten Belastungen für Frauen und der dringende Handlungsbedarf in diesem Bereich deutlich sichtbar. Mehr...

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie: Insbesondere Mütter arbeiteten häufiger am Wochenende oder abends

Rund 52 Prozent der Mütter mit Kindern unter 14 Jahren haben ihre Arbeitszeit zu Beginn der Pandemie im April 2020 zumindest teilweise auf die Abendstunden oder das Wochenende verlagert. Für Väter traf dies auf rund 31 Prozent zu. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Der Anteil bei Müttern sank bis Oktober 2020 auf rund 26 Prozent, lag im Schnitt aber immer noch deutlich höher als bei Vätern mit rund 18 Prozent. Mehr...

Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft

Das Land Niedersachsen fördert mit EU- und Landesmitteln 25 "Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft". Sie sind Anlaufstellen für Frauen in allen berufsbezogenen Fragen, insbesondere für Berufsrückkehrerinnen nach einer familienbedingten Unterbrechung der Berufstätigkeit. Neben der professionellen Beratung von Frauen initiieren und begleiten die Ko-Stellen berufsbezogene und arbeitsmarktorientierte Weiterbildungsangebote in der Region. Mehr als 1.500 überwiegend kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen nutzen den Service der in ihren Regionen gut vernetzten Koordinierungsstellen, die in unserer Adressdatenbank zu finden sind.

FIFA - Förderung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt

Das Programm FIFA - Förderung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt - wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Ziel der innovativen Modellprojekten ist die  Qualifizierung und berufliche Weiterbildung von Frauen. Außerdem werden Projekte zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen und zur Unternehmensgründung bzw. -nachfolge unterstützt. Informationen zum Programm FIFA im Niedersächsischen Landesportal.

Infofächer: Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Der doppelseitige Infofächer aus dem Projekt "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen" ist eine praktische Beratungsgrundlage für Gleichstellungsbeauftragte und Personalverantwortliche rund um die Themen Schwangerschaft und Elternzeit, Wiedereinstieg, Familie und Finanzen, Kinderbetreuung, Pflege und Beruf, Arbeitszeitgestaltung sowie Netzwerke und Beratungsangebote. Er gibt Auskunft über  wichtige Gesetze, Hinweise zur Umsetzung sowie Tipps und Beispiele aus der Praxis sowie Hinweise auf nützlichen Online-Tools. Die pinkfarbene Seite richtet sich in erster Linie an Gleichstellungsbeauftragte, die grüne Seite ist für die Personalabteilung gedacht. Das Projekt "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen" wird vom Niedersächischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Den Infofächer gibt es auch online unter www.vereinbarkeit-gestalten.de. Bestellung von Druckexemplaren bitte per Mail an moeker@guv-ev.de.

Familienbewusstsein im Betrieb

Mit guten Argumenten für familienbewusstes Handeln wendet sich eine Broschüre der Landeshauptstadt Hannover an Unternehmen und Betriebe. Sie informiert unter anderem über rechtliche Regelungen zu den Themen Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld sowie Unterstützung des Wiedereinstiegs in den Beruf. Die detaillierte Broschüre stellt auch Dienstleistungen und gesetzliche Regelungen vor, die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung oder die Versorgung pflegebedürftiger Angehörige ermöglichen. Ein besonderer Schwerpunkt des Wegweisers liegt auf der betrieblichen Kinderbetreuung. Arbeitshilfen und Gesprächsleitfäden erleichtern die Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen in die berufliche Praxis.

Download der Broschüre unter www.hannover.de

Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Krankenhaus

Das Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie hat gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft einen Leitfaden zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Krankenhaus veröffentlicht. Das deutsche Klinikpersonal berichtet auch unabhängig vom aktuellen Pandemiegeschehen über eine hohe Arbeitsbelastung. Grundsätzlich bestehen in Krankenhäusern trotz des Schichtbetriebs durchaus Verbesserungspotenziale bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Maßnahmen zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit steigern die Attraktivität von Arbeitgebenden und diese Familienfreundlichkeit spielt insbesondere bei jüngeren medizinischen und pflegerischen Fachkräften bei der Arbeitsplatzwahl eine immer größer werdende Rolle. Mit einer familienorientierten Kultur werden auch Krankenhäuser zu attraktiven Arbeitgebern. Der Leitfaden gibt dazu viele gute Beispiele, nennt konkrete Umsetzungshilfen und bietet Checklisten sowie praktische Tipps von Expertinnen und Experten.

Download der Broschüre von der Website www.erfolgsfaktor-familie.de

Kinder, Haushalt, Pflege - wer kümmert sich?

Das Bundesfamilienministerium hat ein Dossier zur gesellschaftlichen Dimension einer privaten Frage herausgegeben: Wie ist unbezahlte Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern verteilt? Warum bringen Frauen mehr Zeit für Haushaltsführung, Pflege und Betreuung von Kindern und Erwachsenen sowie ehrenamtliches Engagement und informelle Hilfen auf als Männer? Die Broschüre dient als Grundlage für eine breite gesellschaftliche Diskussion über eine geschlechtergerechte Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit.

Download der Broschüre von der Website des BMFSFJ

Elterngeldrechner

Mütter und Väter können Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus miteinander kombinieren. Wie das geht, welche Aufteilung für welche Familie am besten passt und wieviel Elterngeld dann zur Verfügung steht, das kann mit dem Elterngeldrechner im Informationsportal des Bundesfamilienministeriums ermittelt werden. www.familienportal.de

Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie"

Das Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" ist eine Plattform für Unternehmen, die sich für familienbewusste Personalpolitik interessieren oder bereits engagieren. Es ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Unternehmen sollen für die Notwendigkeit und den Nutzen einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sensibilisiert und zur Umsetzung von Maßnahmen im betrieblichen Alltag motiviert werden. www.erfolgsfaktor-familie.de

Familienpflegezeit

Das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf schafft individuelle Rahmenbedingungen für unterschiedliche Pflegesituationen. Das Bundesfamilienministerium informiert Angehörige über die gesetzlichen Regelungen, finanzielle Unterstützung und Beratungsangebote. www.wege-zur-pflege.de

Sorgearbeit fair teilen

Das Bündnis "Sorgearbeit fair teilen" setzt sich für die geschlechtergerechte Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit über den gesamten Lebensverlauf hinweg ein. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sollen für die gerechte Verteilung von Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern auf gesamtgesellschaftlicher Ebene sensibilisiert werden. Im Bündnis engagieren sich Organisationen aus Kirchen, Gewerkschaften, Frauen-, Männer-, Familien- und Sozialverbänden sowie aus Selbsthilfeinitiativen und Stiftungen. www.sorgearbeit-fair-teilen.de