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Niedersachsen: Landesweites Bündnis 'Gesundheit rund um die Geburt'

Mehr als 60 Organisationen, Vereine und Verbände in Niedersachsen haben sich zum Bündnis "Gesundheit rund um die Geburt" zusammengeschlossen. Das Bündnis orientiert sich inhaltlich am Nationalen Gesundheitsziel mit seinen fünf definierten Unterzielen. Diese sollen in der Landespolitik verankert werden. Darüber hinaus fordert das Bündnis einen Landesaktionsplan. Im Aktionsbündnis sind die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag), der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN) und seine Mitgliedsvereine sowie der Niedersächsische Hebammenverband vertreten, ebenso wie die Träger der freien Wohlfahrtsverbände, der Sozialverband Niedersachsen e.V. (SoVD) und Vertreterinnen aus den Kirchen.

Informationen zum Aktionsbündnis unter gesundheit-rund-um-die-geburt.de

Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über die Ausübung des Hebammenberufs

Der Niedersächsische Landtag hat in seiner Sitzung am 14. September 2021 den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über die Ausübung des Hebammenberufs mit entsprechenden Änderungen des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung angenommen. Mehr...

Gesundheitsbericht Hebammen in Niedersachsen

Hebammen leisten einen wertvollen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung und Begleitung von Schwangeren und Müttern sowie ihren Neugeborenen und Säuglingen. In Niedersachsen drohen jedoch wie auch in anderen Bundesländern Versorgungsengpässe bei der Betreuung von Schwangeren vor, während und nach einer Geburt durch eine Hebamme bzw. einen Entbindungspfleger. Um die Versorgungslage objektiv einschätzen zu können, hat das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) den Bericht "Gesundheitsbericht Hebammen in Niedersachsen" zur Datenlage der Hebammenversorgung in Niedersachsen für das Jahr 2019 vorgelegt.

Für das Jahr 2019 haben 44 von 45 niedersächsischen Stadt- bzw. Landkreisen im Rahmen der Jahresstatistik Daten zur Anzahl der Hebammen weitergeleitet. Dort waren insgesamt 2.281 Hebammen tätig. Gut die Hälfte von ihnen war überwiegend im Krankenhaus beschäftigt. Wiederum die Hälfte der hauptsächlich im Krankenhaus arbeitenden Hebammen übte ihre Tätigkeit zusätzlich auch freiberuflich aus. Einer überwiegend freiberuflichen Tätigkeit gingen in Niedersachsen 49 % der Hebammen nach. 7,2 % der überwiegend freiberuflich tätigen Hebammen führten neben Vor- und Nachsorge auch außerklinische Geburtshilfe durch. Insgesamt führten 54,4 % der niedersächsischen Hebammen auch Geburten durch.

Download von der Website des NLGA

Beratung und Hilfe in Niedersachsen

Adressen der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen sowie Beratungsstellen zur Betreuung der vertraulichen Geburt in Niedersachsen und weitere Informationen stellt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung bereit.

Notruf Mirjam in Niedersachsen

Der Notruf Mirjam des Landesvereins für Innere Mission Hannover bietet ungewollt schwangeren Frauen und Mädchen Hilfe durch Beratung und Begleitung an. Der kostenlose 24-Stunden-Notruf hat mehrere Standorte in Niedersachsen. Die Beratung umfasst Fragen der Schwangerschaft, Informationen zu Wohnmöglichkeiten und Adoptionsvermittlung, Kuren, Therapien und anderen Hilfsangeboten. Interessierte können sich auch für eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Notruf Mirjam melden. www.notruf-mirjam.de

Schwangerschaftswegweiser für die Region Hannover in elf Sprachen

Die Region Hannover hat einen digitalen Schwangerschaftswegweiser in elf Sprachen herausgegeben, der werdende Eltern durch die aufregende Zeit der Schwangerschaft und Geburt lotst. Vom Schwangerschaftstest bis zu den ersten Lebenswochen schlüsselt die Broschüre auf, was zu tun ist, wann die Eltern es am besten erledigen und wer ihnen dabei helfen kann. Die entsprechenden Anlaufstellen und Kontakte in allen 21 Kommunen der Region sind gleich mit aufgelistet. Dabei geht es nicht nur um Behördengänge oder Elterngeldanträge, sondern auch um Beratungsangebote in schwierigen Lebenslagen und gesundheitliche Vorsorge. Zusätzlich enthält der Wegweiser nützliche Checklisten, zum Beispiel für die Grundausstattung des Babys oder eine Packliste für die Kliniktasche. Der Leitfaden ist das Ergebnis einer Arbeitsgemeinschaft von Hebammen, Fachkräften verschiedener Beratungsstellen, Netzwerkkoordinatorinnen der Frühen Hilfen, dem Koordinierungszentrum "Frühe Hilfen, frühe Chancen" der Region Hannover und einer Gynäkologin. Die digitale Version steht auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi, Kurdisch (kurmanci), Türkisch, Rumänisch, Bulgarisch, Polnisch und Ukrainisch zur Verfügung.

Download und weitere Informationen unter www.hannover.de/schwangerschaftswegweiser

Nationale Strategie zur Stillförderung

Stillen fördert nachweislich die Gesundheit von Mutter und Kind. Auf Initiative des Bundesernährungsministeriums wurde deshalb gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium und dem Bundesgesundheitsministerium eine Nationale Strategie erarbeitet, die die Stillförderung in Deutschland nachhaltig verbessern soll. Die bestehenden und bewährten Angebote werden mit neuen Maßnahmen verzahnt sowie die relevanten Akteurinnen und Akteure vernetzt. Dabei werden insbesondere auch jene Frauen in den Blick genommen, die bislang seltener oder kürzer stillen. Ziele der Nationalen Strategie zur Stillförderung: Rahmenbedingungen für das Stillen verbessern, die Akzeptanz der Öffentlichkeit für das Stillen zu erhöhen, die Stillmotivation in Deutschland zu steigern und Frauen nach ihrem individuellen Bedarf beim Stillen zu unterstützen.

Weitere Informationen rund um die Nationale Strategie zur Stillförderung unter www.bmel.de/stillstrategie

Nationaler #Geburtshilfegipfel für einen Kulturwandel in der Geburtshilfe

Der Runde Tisch Lebensphase Elternwerden beim AKF e.V. hat ein Strategiepapier zur Situation der Geburtshilfe in Deutschland verfasst und ruft damit zu einem Nationalen #Geburtshilfegipfel auf. Geburtshilfe in Deutschland ist in eine Schieflage geraten. Für den Status quo verantwortlich seien wesentlich die Strukturen in Schwangerschaftsbegleitung und Geburtshilfe, die stark auf die Risiken ausgerichtet sind und die Selbstbestimmung von Frauen nicht genügend unterstützen. Ziel des Strategiepapiers ist es, die Rahmenbedingungen der Geburtshilfe in Kliniken und außerklinisch so zu gestalten, dass sie die gesellschaftliche und politische Wertschätzung erfährt, die ihrer Bedeutung im Leben der Menschen entspricht.

Das Strategiepapier steht auf arbeitskreis-frauengesundheit.de zur Verfügung.

Die Kontaktdaten aller Familienhebammen- und Hebammen-Zentralen in Niedersachsen finden Sie in der Adressdatenbank.

Hilfe bei psychischen Krisen rund um die Geburt

Weitaus mehr Frauen als gemeinhin angenommen stürzen rund um die Geburt eines Kindes in eine seelische Krise. Die Selbsthilfe-Organisation Schatten & Licht e.V. - Initiative peripartale psychische Erkrankungen - möchte betroffenen Frauen und deren Familien eine Hilfe an die Hand geben, um die schwere Zeit, die sie erleben, leichter zu bewältigen. Auf der Website www.schatten-und-licht.de stehen bundesweit Adressen von Selbsthilfegruppen, Fachleuten, Netzwerken und Mutter-Kind-Einrichtungen sowie weitere Informationen in Deutsch, Türkisch und Englisch zur Verfügung.

Informationen für Schwangere mit Behinderungen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet alltagsrelevante Informationen auch für Schwangere mit Behinderungen an. Das Internetportal www.familienplanung.de bietet Informationen für Schwangere mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung sowie einer Querschnittslähmung. Daneben gibt es Informationen für werdende Mütter mit chronischen Erkrankungen.

Vertrauliche Geburt

Schwangere Frauen in besonderen Konfliktlagen können neben dem kostenlosen Hilfetelefon unter 0800 40 40 020 auch auf der Website www.geburt-vertraulich.de eine Beratung per E-Mail und Chat anonym in Anspruch nehmen.

Mehrsprachige Informationen zur Hilfsangeboten

Die Website www.schwanger-und-viele-fragen.de der Bundesregierung bündelt Informationen zu Hilfsangeboten bei Fragen rund um die Schwangerschaft, Geburt und Familienplanung in zahlreichen Sprachen.

Informationen zur sexuellen Gesundheit

www.zanzu.de, das Webportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, gibt in 13 Sprachen einfache Erklärungen in Wort und Bild zu den Themenfeldern Körperwissen, Schwangerschaft und Geburt, Verhütung, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Zudem erklärt es die Rechte und Gesetze in Deutschland. Dabei richtet es sich vor allem an Migrantinnen und Migranten, die noch nicht lange in Deutschland leben. Multiplikatoren, Ärztinnen und Ärzte finden eine konkrete Arbeitshilfe für die tägliche Beratungspraxis.