Zahl der Geburten in Niedersachsen in 2025 gesunken

Im Jahr 2025 wurden in Niedersachsen 63.402 Kinder lebend geboren. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt entspricht das einem Geburtenrückgang von 3,4% im Vergleich zum Vorjahr (65.646). Damit hat sich die Geburtenzahl innerhalb von nur vier Jahren um rund 17,1% reduziert (2021:76.441 Lebendgeborene). Wie bereits im Vorjahr hat sich die zusammengefasste Geburtenziffer (Geburtenrate) auch im Jahr 2025 nochmal verringert, von 1,42 Kindern je Frau im Jahr 2024 auf 1,38. Trotzdem nahm Niedersachsen 2025 erneut den Spitzenplatz im Ländervergleich ein. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1,32 Kindern je Frau. Quelle und weitere detaillierte Informationen: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 17.09.2026, www.statistik.niedersachsen.de
12,9 % der Bevölkerung in Deutschland waren Ende 2025 unter 14 Jahre alt

0,8 Millionen Kinder unter 14 Jahren gab es zum Ende des Jahres 2025 in Deutschland. Das entsprach 12,9 % der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkindertag am 20. September mitteilt. In Niedersachsen waren es 13 %. Quelle und weitere Informationen: Statistische Bundesamt, 15.09.2026, www.destatis.de
Zahl der Geburten im Jahr 2025 auf niedrigstem Stand der Nachkriegszeit

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen rund 654.300 Kinder geboren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3,4 % Neugeborene weniger als im Vorjahr (2024: 677.117 Geburten). Damit sank die Geburtenzahl im vierten Jahr in Folge und erreichte den niedrigsten Stand seit 1946. Die Zahl der Sterbefälle (rund 1,01 Millionen) überstieg die Zahl der Geburten im Jahr 2025 um 352.000. Das war das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Die niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre ergeben sich aus zwei Entwicklungen: Das Eintreten der zahlenmäßig kleinen 1990er-Geburtsjahrgänge in das wichtige fertile Alter von Anfang 30 und die seit 2022 sinkende zusammengefasste Geburtenziffer. Quelle und weitere Informationen: Statistische Bundesamt, 28.04.2026, www.destatis.de
Kinderreiche Familien in Deutschland

Eine Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) aus dem Jahr 2019 stellt kinderreiche Familien in den Mittelpunkt: Wer sind die Kinderreichen in Deutschland? Wo wohnen sie und in welchen Lebenslagen befinden sie sich? Der Statistikbericht aktualisiert den Erkenntnisstand über verschiedene Typen von kinderreichen Familien und ihre Lebenssituation in Deutschland. Kinderreiche Familien sind von verschiedenen Problemlagen betroffen. Sie sind zum Beispiel doppelt so häufig armutsgefährdet wie Familien mit weniger als drei Kindern und verfügen über weniger Wohnraum pro Person. Die Analyse der Lebensrealität von Frauen und Männern zeigt, dass die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern in Mehrkindfamilien traditionell ist. Kinderreiche Frauen sind zum Großteil in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt und deutlich häufiger nicht erwerbstätig als Männer. Sie investieren doppelt bis dreimal so viel Zeit in Kinderbetreuung und Hausarbeit. Durch das erheblich geringere Erwerbseinkommen sind viele ökonomisch abhängig vom Partner. Dies ist besonders problematisch, da die Kinder auch im Trennungsfall häufiger im Haushalt der Frauen leben.
Die Untersuchung stellt darüber hinaus die zunehmend komplexer werdenden Strukturen von kinderreichen Fortsetzungs- und Stieffamilien mit leiblichen Kindern, neuen Partnerschaften und Stiefkindern dar.
Download der Studie "Kinderreiche Familien in Deutschland. Auslaufmodell oder Lebensentwurf für die Zukunft?" von der Website des BiB.
Geburtenzahlen in Niedersachsen: kostenfreie Regionaldatenbank für Niedersachsen
Detaillierte räumlich und demographisch differenzierte Ergebnisse zu der Zahl der Lebendgeborenen in Niedersachsen können kostenfrei in der LSN-Online-Datenbank für Niedersachsen abgerufen werden.
Integrationsmonitoring: Migration und Teilhabe in Niedersachsen

Zahlen zur Zuwanderung und zur Integration von Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsgeschichte bietet das Niedersächsische Integrationsmonitoring unter integrationsmonitoring.niedersachsen.de. Erstellt wird es durch das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) im Auftrag des Niedersächsischen Sozialministeriums. Niedersachsen ist seit je her ein Ziel für Zuwanderinnen und Zuwanderer. Die Migrationsanlässe und die Herkunft der Zuwandernden sind vielfältig und verschieben sich im Zeitverlauf. Die Menschen werden Teil der Gesellschaft und prägen sie hierdurch mit. Das Niedersächsische Integrationsmonitoring bietet die Grundlage für Bewertungen vieler Themenfelder und Sachverhalte und kann die Planung von Vorhaben unterstützen.