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Zahl der Geburten im Jahr 2025 auf niedrigstem Stand der Nachkriegszeit

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen rund 654.300 Kinder geboren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3,4 % Neugeborene weniger als im Vorjahr (2024: 677.117 Geburten). Damit sank die Geburtenzahl im vierten Jahr in Folge und erreichte den niedrigsten Stand seit 1946. Die Zahl der Sterbefälle (rund 1,01 Millionen) überstieg die Zahl der Geburten im Jahr 2025 um 352.000. Das war das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Die niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre ergeben sich aus zwei Entwicklungen: Das Eintreten der zahlenmäßig kleinen 1990er-Geburtsjahrgänge in das wichtige fertile Alter von Anfang 30 und die seit 2022 sinkende zusammengefasste Geburtenziffer. Quelle und weitere Informationen: Statistische Bundesamt, 28.04.2026, www.destatis.de

Zahl der Geburten in Niedersachsen in 2024 gesunken

Im Jahr 2024 wurden in Niedersachsen insgesamt 65.646 Kinder lebend geboren. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, lag deren Zahl damit um 2,3% unter der des Vorjahres (67.162). Der Rückgang bei den Geburten ist im Jahr 2024 bundesweit zu beobachten gewesen. In Niedersachsen entschieden sich Frauen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren im Vergleich der Länder aber noch am häufigsten für ein Kind. Die zusammengefasste Geburtenziffer (Geburten­rate) sank zwar auch in Niedersachsen (-2,5%) von 1,46 Kindern je Frau im Jahr 2023 auf 1,42 im letzten Jahr, lag aber über dem Bundes­durchschnitt von 1,35 Kindern und im Länder­ver­gleich an der Spitze. Quelle und weitere Informationen: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 30.07.2025, www.statistik.niedersachsen.de

Rückgang der Geburtenziffer schwächte sich 2024 deutlich ab

Die zusammengefasste Geburtenziffer, oft als Geburtenrate bezeichnet, ist 2024 auf 1,35 Kinder je Frau gesunken. Die Geburtenziffer der Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit war so niedrig wie zuletzt vor 30 Jahren: Sie war damit um 2 % niedriger als im Jahr 2023, in dem die Geburtenziffer unter Berücksichtigung der korrigierten Bevölkerungszahl des Zensus 2022 1,38 Kinder je Frau betrug. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, verlangsamte sich damit der Rückgang im Jahr 2024 deutlich. In den Jahren 2022 und 2023 war die Geburtenziffer gegenüber dem Vorjahr um 8 % beziehungs­weise um 7 % gesunken. Die Höchste Geburten­ziffer inn 2024 hatte Niedersachsen mit 1,42 Kindern je Frau. Quelle und weitere Informationen: Statistische Bundesamt, 17.07.2025, www.destatis.de

Kinderreiche Familien in Deutschland

Eine Auswertung des Bundesinsti­tuts für Be­völ­kerungs­for­schung (BiB) aus dem Jahr 2019 stellt kinder­reiche Familien in den Mittel­punkt: Wer sind die Kinder­reichen in Deutsch­land? Wo wohnen sie und in welchen Lebens­lagen befinden sie sich? Der Statis­tik­bericht aktua­lisiert den Erkennt­nis­stand über ver­schie­dene Typen von kinder­reichen Familien und ihre Lebens­situa­tion in Deutsch­land. Kinder­reiche Familien sind von ver­schie­denen Problem­lagen betrof­fen. Sie sind zum Bei­spiel doppelt so häufig armuts­gefähr­det wie Familien mit weniger als drei Kindern und ver­fügen über weniger Wohn­raum pro Person. Die Ana­lyse der Lebens­rea­li­tät von Frauen und Männern zeigt, dass die Arbeits­teilung zwischen den Geschlech­tern in Mehr­kind­fami­lien tradi­tio­nell ist. Kinder­reiche Frauen sind zum Groß­teil in Teil­zeit oder gering­fügig beschäf­tigt und deut­lich häufiger nicht erwerbs­tätig als Männer. Sie inves­tieren doppelt bis drei­mal so viel Zeit in Kinder­betreu­ung und Haus­arbeit. Durch das erheb­lich gerin­gere Erwerbs­ein­kommen sind viele öko­no­misch ab­hängig vom Partner. Dies ist besonders proble­ma­tisch, da die Kinder auch im Trennungs­fall häufiger im Haus­halt der Frauen leben.

Die Unter­suchung stellt darüber hinaus die zu­nehmend kom­plexer wer­denden Struk­turen von kinder­reichen Fort­setzungs- und Stief­familien mit leib­lichen Kindern, neuen Partner­schaften und Stief­kindern dar.

Download der Studie "Kinder­reiche Familien in Deutsch­land. Aus­lauf­modell oder Lebens­ent­wurf für die Zukunft?" von der Website des BiB.

 

Geburtenzahlen in Niedersachsen: kostenfreie Regionaldatenbank für Niedersachsen

Detaillierte räumlich und demographisch differenzierte Ergebnisse zu der Zahl der Lebendgeborenen in Niedersachsen können kostenfrei in der LSN-Online-Datenbank für Niedersachsen abgerufen werden.

Integrationsmonitoring: Migration und Teilhabe in Niedersachsen

Zahlen zur Zuwanderung und zur Inte­gra­tion von Menschen mit eigener oder fami­liärer Zu­wan­derungs­ge­schich­te bietet das Nieder­säch­si­sche Inte­grations­moni­toring unter integrationsmonitoring.niedersachsen.de. Erstellt wird es durch das Landes­amt für Statis­tik Nieder­sachsen (LSN) im Auf­trag des Nieder­säch­si­schen Sozial­minis­teriums. Nieder­sachsen ist seit je her ein Ziel für Zu­wan­derin­nen und Zu­wan­derer. Die Migra­tions­an­lässe und die Her­kunft der Zu­wan­dern­den sind viel­fältig und ver­schieben sich im Zeit­verlauf. Die Menschen werden Teil der Gesell­schaft und prägen sie hier­durch mit. Das Nieder­säch­si­sche Inte­grations­moni­toring bietet die Grund­lage für Bewer­tungen vieler Themen­felder und Sach­ver­halte und kann die Planung von Vor­haben unter­stützen.