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Frühe Hilfen in Niedersachsen

Frühe Hilfen sind lokal und regional koordinierte, aufeinander bezogene und sich ergänzende Angebote und Maßnahmen für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes. Darüber hinaus wenden sich Frühe Hilfen insbesondere an Familien in psychosozialen Belastungslagen. Dabei verfolgen die Angebote die Ziele "Verbesserung von Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern", "Unterstützung und Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Eltern", "Beitrag zum gesunden Aufwachsen von Kindern", "Sicherung der Rechte von Kindern auf Schutz, Förderung und Teilhabe" und "Frühzeitiger Schutz von Kindern vor Vernachlässigung und Misshandlung". Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie informiert dazu auf seiner Website unter soziales.niedersachsen.de

Familienhebammen in den Frühen Hilfen

Die Bundesstiftung Frühe Hilfen fördert Netzwerke Frühe Hilfen auf kommunaler Ebene. Dort arbeiten Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Das Netzwerk besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitswesens, der Kinder- und Jugendhilfe, der Schwangerschaftskonfliktberatung, der Frühförderung und weiteren Partnerinnen und Partnern gem. § 3 Abs. 2 BKischG. Auch Familienhebammen und Ehrenamtliche sind in die regionalen Netzwerke Frühe Hilfen integriert. Familienhebammen unterstützen Eltern und Familien in belastenden Lebenssituationen bis zu einem Jahr nach der Geburt eines Kindes.
In Niedersachsen haben Hebammen die Möglichkeit eine staatlich anerkannte Weiterbildung zur Familienhebamme zu durchlaufen. Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie informiert dazu auf seiner Website unter soziales.niedersachsen.de

Digitale Sprechstunden für Fachkräfte (Frühe Hilfen) zum Thema Kinder psychisch kranker Eltern

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen fördert ab Januar 2022 digitale Sprechstunden für Fachkräfte, die Säuglinge und Kleinkinder mit psychisch und suchtbelasteten Eltern betreuen und versorgen. Die Umsetzung der Sprechstunden erfolgt durch das Universitätsklinikum Ulm in Kooperation mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis.  Mehr...

Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen in Niedersachsen

Im Sommer 2019 hat die Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen einen Prozess zur Erarbeitung von Qualitätsstandards initiiert, die die Umsetzung der Frühen Hilfen in Niedersachsen unterstützen sollen. Unter Begleitung des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) wurden drei Qualitätszirkel zu verschiedenen Fragestellungen gegründet. Ziel war, Qualitätsstandards für die kommunale Praxis zu entwickeln. Die Ergebnisse sind in einer Handreichung aufbereitet. Mehr ...

Frühe Hilfen: Bericht zur Qualitätsentwicklung

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat einen wissenschaftlichen Bericht zur Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen veröffentlicht. Der Bericht umfasst den Zeitraum von 2018 bis Ende 2020. Er wurde unter Beteiligung der Bundesstiftung Frühe Hilfen und der Bundesländer erstellt. Die Qualitätsentwicklung soll dabei unterstützen, bundesweit ein einheitliches Qualitätsniveau im Bereich der Frühen Hilfen zu erreichen. Frühe Hilfen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, gleichwertige Lebensbedingungen für Eltern mit Kindern bis drei Jahre in ganz Deutschland zu schaffen. Das Ziel ist, dass gerade Familien mit psychosozialen Belastungen einfacher Zugang zu bedarfsgerechten und niedrigschwelligen Angeboten der Frühe Hilfen finden. Der Bericht blickt darüber hinaus auch auf die besonderen Herausforderungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie für Familien und Akteure in den Frühen Hilfen.

Download des Berichts von der Website des NZFH

NEST-Material für Frühe Hilfen

Fachkräfte in den Frühen Hilfen können jetzt das Startpaket "NEST-Material für Frühe Hilfen" wieder bestellen. Zentraler Bestandteil ist ein Ordner mit Arbeitsblättern zu verschiedenen Themen, die in der aufsuchenden Arbeit mit Familien von der Schwangerschaft bis zum Ende des dritten Lebensjahres relevant sind. Alle Texte, Grafiken und Papiere für die Familien entsprechen den Regeln der Leichten Sprache und ermöglichen somit für viele Familien einen einfachen Zugang zu den Inhalten. Die Materialien wurden von der Stiftung Pro Kind in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und Fachkräften aus der Praxis entwickelt. Das Material wird vom NZFH aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen des Bundesfamilienministeriums gefördert.

Fachkräfte können das Startpaket NEST über das Bestellformular auf www.fruehehilfen.de kostenlos beziehen.

Frühe Hilfen: Materialien zur Elternansprache

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt kostenlose Materialien zur Eltern­an­sprache vor Ort zur Verfügung. Mit verschie­denen Motiven und typischen Fragen von (werdenden) Eltern informieren Plakate, Abreißzettel, Postkarten und Aufsteller mit Infokarten über das Elterntelefon der "Nummer gegen Kummer" und die Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke). Beide Angebote sind Kooperations­partner des NZFH und vermitteln ratsuchende Eltern bei Bedarf an regionale Angebote der Frühen Hilfen. Die Materialien können über www.fruehehilfen.de bestellt werden.

Frühe Hilfen und Flucht

Die Beratung von Familien, die aus der Ukraine geflüchtet sind, stellt Fachkräfte und freiwillig Engagierte in den Frühen Hilfen und ähnlichen Kontexten vor neue Herausforderungen. Damit sie schwangere Frauen sowie Mütter und ihre Kinder kompetent beraten, begleiten und versorgen können, hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen Informationen und Angebote unter www.fruehehilfen.de/plattform-fruehe-hilfen-und-flucht gebündelt.
Geflüchtete Frauen mit Kindern finden Informationen zu Frühen Hilfen auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch unter www.elternsein.info/alltag-mit-kind/hilfe-ukraine

Lernplattform zur Qualifizierung

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) bietet als Ergänzung der Qualifizierungs­maß­nahmen für Gesundheitsfachkräfte auch Online-Qualifizierungskurse für sechs Themen­bereiche an. Die Lernplattform ergänzt das bestehende Fort- und Weiterbildungsangebot für Akteurinnen und Akteure in den Frühen Hilfen und basiert inhaltlich auf den Qualifizierungsmodulen. Alle Infos auf www.fruehehilfen.de.