Weiter zum Inhalt

Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen

Das Niedersächsische Landesjugendamt ist in der Fachgruppe Kinder, Jugend und Familie für die Aufgaben des überörtlichen Trägers der Jugendhilfe zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören die Beratung und Unterstützung der Einrichtungen der öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe in Niedersachsen. Das Landesjugenamt erteilt Betriebserlaubnisse für Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung sowie für Einrichtungen für junge Menschen mit Behinderungen. Außerdem unterstützt es freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe mit zahlreichen Förderprogrammen und initiiert Modellprojekte, mit denen die Jugendhilfe weiterentwickelt werden kann.

Das Landesjugendamt besteht aus der Verwaltung und dem Landesjugendhilfeausschuss. Während die Verwaltung die laufenden Geschäfte führt, befasst sich der Landesjugendhilfeausschuss mit grundlegenden Fragen der Kinder- und Jugendhilfe. Er beschließt Grundsätze und Empfehlungen auf überörtlicher Ebene.

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie informiert auf seiner Website über die Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen.

Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe in Stadt und Landkreis Hildesheim

Die Ombudsstelle NOVA für Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe in Stadt und Landkreis Hildesheim wurde im Februar 2022 offiziell eröffnet. Träger der Ombudsstelle ist der Verein "Unabhängige Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe in Stadt und Landkreis Hildesheim e.V.". Die unabhängige kommunale Beratungsstelle steht insbesondere jungen Menschen und Erwachsene in Konfliktfällen im Rahmen der Inanspruchnahme von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe zur Seite. Sie hat zum Ziel, junge Menschen und Familien über die Rechte der Beteiligten aufzuklären und Möglichkeiten der Problemlösung zu sondieren. Sie nimmt keine Aufgaben des Rechts- oder Verfahrensbeistandes vor Gericht wahr. www.ombudsstelle-hildesheim.de. Mehr...

 

Startklar in die Zukunft - Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen

"Startklar in die Zukunft" ist der Titel eines 25 Millionen Euro umfassenden Programms, mit dem das Land Niedersachsen in den Jahren 2021 und 2022 Aktivitäten der Kinder- und Jugendarbeit unterstützen wird.  Kommunen und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe können Fördermittel beantragen. Mehr...

Landesjugendring Niedersachsen: 4Generation - Vielfalt - Beteiligung - Engagement

Das Land Niedersachsen fördert mit dem Programm "4Generation - Vielfalt - Beteiligung - Engagement in der Jugendarbeit" seit Anfang 2021 innovative und kreative Projektideen von Jugendgruppen, -verbänden und -initiativen. Bei den Projekten soll es u.a. darum gehen, neue Wege der Beteiligung zu erproben und politisch aktiv zu werden, Vorurteile abzubauen und Jugendliche für Vielfalt zu sensibilisieren sowie sie an freiwilliges Engagement heranzuführen bzw. die Rahmenbedingungen für gesellschaftliches Engagement zu verbessern. Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung stellt während der Laufzeit von fünf Jahren insgesamt drei Millionen Euro für Projekte zur Verfügung. Die Servicestelle für das Förderprogramm ist beim Landesjugendring Niedersachsen e.V. angesiedelt.  www.4generation.de

Niedersächsische Kinder- und Jugendkommission

Im Jahr 2018 wurde die gesetzliche Grundlage zur Einrichtung der Niedersächsischen Kinder- und Jugendkommission (KiJuKo) geschaffen. Sie setzt sich für die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Niedersachsen ein und stärkt deren Rechte. Die Geschäftsstelle ist im Niedersächsischen Landesjugendamt angesiedelt. Die Amtsperiode der Kinder- und Jugendkommission entspricht der Wahlperiode des Landtages. Die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder der Kinder- und Jugendkommission sind ehrenamtlich tätig.

Aufbau von Ombudsstrukturen für Kinder und Jugendliche in Niedersachsen

Die KiJuKo hat im Jahr 2021 unter anderem das Projekt „Aufbau von Ombudsstrukturen für Kinder und Jugendliche in Niedersachsen“ ins Leben gerufen. Das Ziel des Projektes: Eine landesweite, unabhängige inklusive Infrastruktur für junge Menschen zu schaffen, damit diese in der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch in anderen Zusammenhängen des institutionellen Gefüges des Aufwachsens ihre Rechte kennen und wahrnehmen können. Nach der Evaluierung des Projektes wird die KiJuKo dem Sozialministerium und den Fraktionen des Landtages eine Handlungsempfehlung zum Aufbau und zur Umsetzung von unabhängigen Ombudsstrukturen aufzeigen.

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie informiert auf seiner Website über die Arbeit der KiJuKo.

Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen

Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) arbeitet als Fachreferat der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zu aktuellen Themen des Kinder- und Jugendschutzes. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören Fortbildungen, Materialentwicklungen, Fachberatung, Projekte und die Mitarbeit in Arbeitskreisen und Gremien. Die LJS koordiniert unter anderem die Projekte "Eltern-Medien-Trainer", "Elterntalk Niedersachsen" und "Gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch". Die Arbeit der LJS wird aus Landesmitteiln gefördert. Die Angebote richten sich vor allem an pädagogische Fachkräfte aus Jugendhilfe, Kitas, Schulen sowie Aus- und Fortbildungsstätten. Sie stehen darüber hinaus auch Interessierten aus anderen Arbeitsbereichen offen. Ziel der Arbeit ist es, Sachkenntnisse zu vermitteln und pädagogische Handlungskompetenzen zu erweitern. Die LJS kooperiert mit Landesinstitutionen, kommunalen Einrichtungen und freien Trägern. www.jugendschutz-niedersachsen.de

Anlaufstelle ZAnK: Über Grenzen hinweg - Hilfe bei Konflikten ums Kind

2011 erhielt der Internationale Sozialdienst (ISD) im Deutschen Verein das Mandat der Bundesregierung für eine Zentrale Anlaufstelle in grenzüberschreitenden Kindschaftskonflikten (ZAnK) sowie für die Übernahme der Aufgaben einer Zentralen Anlaufstelle für Mediation. Familien, in denen Eltern nach einer Trennung in verschiedenen Ländern leben wollen, können das Beratungsangebot nutzen. Denn herrscht Streit über den künftigen Lebensmittelpunkt des Kindes, hilft ZAnK, mögliche nächste Schritte abzuwägen und Antworten auf komplizierte Sorgerechts- und Umgangsfragen zu finden. Auch wer als Fachkraft der Jugendhilfe, in Beratungskontexten oder als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt mit einem Familienkonflikt mit Auslandsbezug konfrontiert ist, findet bei ZAnK Unterstützung. www.zank.de

Jugendmigrationsdienste

Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) fördert bundesweit über 490 Jugendmigrationsdienste (JMD) in Trägerschaft der Bundesarbeitsgemeinschaften Katholische und Evangelische Jugendsozialarbeit, des Internationalen Bundes und der Arbeiterwohlfahrt. Die JMD beraten und begleiten 12- bis 27-jährige Menschen mit Migrationshintergrund bei ihrer schulischen, beruflichen, sozialen und sprachlichen Integration mit Schwerpunkt am Übergang Schule-Beruf. Sie kooperieren dabei mit verschiedenen Stellen und Personen, die für die Integration relevant sind, darunter vor allem Eltern, Schulen, Sprachkursträgern, Jobcentern und Betrieben. Mehr zur Arbeit der JMD unter www.jmd-portal.de

Handreichung: Kinder- und Jugendhilfe in muslimischer Trägerschaft

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat das Flipbook "Engagiert, dabei und anerkannt?! Islamische Akteure in der Kinder- und Jugendhilfe" veröffentlicht. Die Handreichung liefert wichtige Hinweise, um die Anerkennung islamischer Akteurinnen und Akteure und Träger als freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu ermöglichen. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen für öffentliche Träger und islamische Organisationen, Vereine etc. auf dem Weg zur Anerkennung formuliert. Die Handreichung richtet sich an öffentliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe, um die Zusammenarbeit mit islamischen Trägern und deren Angebote für Kinder und Jugendliche nachhaltig in kommunalen Kinder- und Jugendhilfestrukturen zu stärken. Auch islamische Akteurinnen und Akteure und Organisationen, die eine Anerkennung als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anstreben, sollen mit der Handreichung unterstützt werden. Link zum Flipbook auf der Website der AGJ.

Demokratie braucht Dich!

Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" unterstützt Initiativen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen. Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) fördert Projekte zur Demokratievermittlung in jeder Generation von den Kleinsten bis ins junge Erwachsenenalter. Jugendliche wollen die Zukunft mitgestalten und sich politisch und gesellschaftlich engagieren. "Demokratie leben!" fördert bereits viele Projekte, in denen Jugendliche aktiv sind. Die Broschüre "Demokratie braucht Dich!" bietet einen inspirierenden Einblick in die Projekte für alle Interessierten.

Download der Broschüre von der Website des BMFSFJ

Digitaler Queerer Erst-Beratungs-Koffer für die Hilfen zur Erziehung

Die digitale Plattform "Queerer Erst-Beratungs-Koffer" ist ein Unterstützungstool für den Bereich der Hilfen zur Erziehung. Es bietet Fachkräften der öffentlichen und freien Jugendhilfe, die im Bereich der Hilfen zur Erziehung mit queeren Kindern, Jugendlichen und ihren Angehörigen arbeiten, niedrigschwellig und strukturiert Basisinformationen zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Der Queere Erst-Beratungs-Koffer enthält umfangreiche Informationen, hilfreiche Tools und weiterführende Handlungsempfehlungen. Über eine Adressverzeichnis sind Unterstützungsangebote von queersensibel arbeitenden Trägern der Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin und Brandenburg für Fachkräfte leicht abrufbar.

Der Queere Erst-Beratungs-Koffer ist ein Kooperationsprojekt des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin Brandenburg (SFBB) mit der Brandenburger Fachstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt des Landesverbands AndersARTiG e. V., queerformat e. V., Fachstelle Queere Bildung Berlin, gleich & gleich e. V. Berlin, Trialog Jugendhilfe gGmbH Berlin, Regenbogenfamilien e.V. Brandenburg/ LSVD Berlin-Brandenburg und "Netzwerk HzE Queer" Berlin/Brandenburg. queerer-beratungskoffer.de

neXTqueer-Methodenheft

Im Rahmen des Projektes neXTqueer hat der Landesjugendring Niedersachsen e.V. einen Methodenkoffer mit neun Methoden entwickelt, die für das Theme sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sensibilisieren und direkt anwendbar sind. Eine Broschüre zum Methodenkoffer bietet nach einer ausführlichen Einleitung, die auf die Rolle der Moderation eingeht, einen Einstieg in die Methoden. Von der Vorbereitung bis zur Auswertungs- bzw. Reflexionsrunde sind alle Schritte zur Anwendung des Methodenkoffers beschrieben, der beim ljr ausgeliehen werden kann. Die Begleitbroschüre steht zum Download zur Verfügung unter www.ljr.de/shop. Weitere Informationen zum Projekt neXTqueer und den dortigen Veranstaltungsangeboten sind unter www.nextqueer.de zu finden.

Einführung in die Kinder- und Jugendhilfe und das SGB VIII

Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat eine Broschüre veröffentlicht, die einen ersten Überblick über das Aufgabenspektrum der Kinder- und Jugendhilfe und ihre Akteure gibt. Neben dem Gesetzestext des SGB VIII und des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) werden die zentralen rechtlichen Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfe erläutert. Die Broschüre richtet sich nicht nur an Fachkräfte, sondern an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Eltern, Kinder und Jugendliche, aber auch junge Volljährige. Download und Bestellung über die Website des BMFSFJ

16. Kinder- und Jugendbericht

Die Bundesregierung ist verpflichtet, dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat in jeder Legislaturperiode einen Kinder- und Jugendbericht vorzulegen und dazu Stellung zu nehmen. Mit der Ausarbeitung des Berichtes wird jeweils eine unabhängige Sachverständigenkommission beauftragt. Der 16. Kinder- und Jugendbericht zum Thema "Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter" wurde am 11. November 2020 vorgelegt. Der Bericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) schildert die steigenden Herausforderungen für die Demokratie und die politische Bildung und liefert einen Überblick über die sozialen Räume, in denen junge Menschen politische Bildung erleben. Der Bericht erklärt die Orientierung junger Menschen an demokratischen Werten und die Entwicklung kritischer Urteilskraft zum vornehmsten Ziel politischer Bildung und fordert ein deutliches Bekenntnis der Politik zu einer unverzichtbaren, an Demokratie und Menschenrechten orientierten politischen Bildung. Download von der Website des BMFSFJ

Niedersächsischer KinderHabenRechtePreis 2022

Unter dem Motto "Ich kenne meine Rechte" zeichnen das Land Niedersachsen und der Kinderschutzbund Niedersachsen auch in diesem Jahr wieder Aktionen aus, die sich für die Verwirklichung der Kinderrechte einsetzen. Besonders gesucht werden Beiträge, die direkt von Kindern und Jugendlichen aus Kita, Schule, Sportverein, Gemeinden und Jugendverbänden eingereicht werden. Der Preis ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. Bewerbungen werden bis zum 15. Juni 2022 entgegengenommen. Alle Infos auf www.kinderhabenrechtepreis.de

Region Hannover: Angebote der Jugend- und Familienbildung

Das Team Jugend- und Familienbildung der Region Hannover hat zahlreiche Veranstaltungen und Freizeitangebote  für Kinder, Jugendliche, Familien und Alleinerziehende im Angebot. Fachkräfte können Fortbildungsmöglichkeiten nutzen. Das Programm ergänzt die Angebote der Vereine, Verbände und Jugendpflegen aus Städten und Gemeinden der Region Hannover. Alle Informationen zu den einzelnen Angeboten und Online-Anmeldung auf www.team-jugendarbeit.de.

DKHW-Förderfonds für Kinder- und Jugendarbeit

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt mit verschiedenen Förderfonds Kinder- und Jugendprojekte. Bis jeweils 31. März bzw. 30. September besteht für Initiativen, Vereine und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit die Möglichkeit, Anträge zu stellen und bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Überjährige Projekte können sogar mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Ziel der Förderfonds ist die Verbesserung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unter dem Aspekt der Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen sowie die Bekanntmachung der Kinderrechte. Anträge können Vereine, freie Träger, Initiativen, Elterngruppen, Kinder- und Jugendgruppen sowie Schülerinitiativen für noch nicht begonnene Projekte stellen. Alle Informationen und Antragsmöglichkeiten zu den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes auf www.dkhw.de/foerderfonds.