Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe
Der Landtagsabgeordnete Deniz Kurku wurde im November 2022 zum Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe berufen. Der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe nimmt die Interessen der Migrantinnen und Migranten als ehrenamtlicher und unabhängiger Mittler gegenüber dem Landtag und der Landesregierung wahr und ist der Niedersächsischen Staatskanzlei zugeordnet. Ziel ist die rechtliche, gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe der in Niedersachsen lebenden Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsbiografie, sowie die Humanisierung der Flüchtlings- und Asylpolitik. Zur Förderung dieses Anliegens schreibt die Landesregierung unter anderem jährlich den Niedersächsischen Integrationspreis aus. www.migrationsbeauftragter-niedersachsen.de
Niedersächsischer Integrationspreis 2026

Ministerpräsident Olaf Lies und der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, haben gemeinsam mit dem Bündnis "Niedersachsen packt an" und dem LandesSportBund Niedersachsen e.V. die Preisträger:innen des Niedersächsischen Integrationspreises 2026 bekanntgegeben. Der Preis steht in diesem Jahr unter dem Motto "Vielfalt leben, Zivilcourage zeigen – ein starkes Niedersachsen für alle!" und ist mit insgesamt 24.000 Euro (vier Mal je 6.000 Euro) dotiert. Der Integrationspreis wird bereits zum 17. Mal vergeben. Das Bündnis "Niedersachsen packt an" vergibt zum elften Mal seinen Sonderpreis – ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Der Niedersächsische LandesSportBund hat in diesem Jahr das dritte Mal einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro ausgelobt. Der Preis will gute Projekte, Initiativen und Ansätze öffentlich machen und gleichzeitig dazu ermuntern, derartigen Beispielen zu folgen und neue Ideen zu entwickeln. Die Preisübergabe ist für September 2026 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Alten Rathaus in Hannover geplant. www.niedersaechsischer-integrationspreis.de
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026:
If a Bird Academy
Die "If a Bird Academy" ermöglicht Kindern und Jugendlichen kostenfreien Zugang zu Musik, kreativer Bildung und kultureller Teilhabe. In einem sicheren, inklusiven Raum können Jugendliche ihre Talente entdecken, ihr kreatives Potenzial entfalten und ihre Stimme sichtbar machen, unabhängig von finanziellen, sozialen oder kulturellen Voraussetzungen. Die Vision: Musik für alle zugänglich machen und junge Stimmen sichtbar werden lassen. Integration wird für Kinder und Jugendliche konkret erfahrbar, Barrieren werden abgebaut, Begegnung, Austausch und ein dauerhaftes Gefühl von Zugehörigkeit sowie Gemeinschaft und gesellschaftlicher Teilhabe werden gefördert. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Empowerment marginalisierter Jugendlicher durch die Möglichkeit, ihre Talente in diskriminierungssensiblen Räumen zu entdecken, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und ihre Bildungschancen zu verbessern. Im Fokus stehen auch die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit für Themen wie Rassismus, Feminismus, Gleichberechtigung, Diskriminierung und gesellschaftliche Verantwortung.
StoP-Bersenbrück
StoP-Bersenbrück als Teil des StoP-Deutschland Netzwerkes ist ein wissenschaftlich fundiertes Handlungsmodell zur Prävention und Intervention bei häuslicher Gewalt mit dem Schwerpunkt auf Gewalt gegen Frauen. Es ist das erste Projekt dieser Art im ländlichen Raum in Deutschland. In einem 8-stufigen-Konzept werden durch lokale Öffentlichkeitsarbeit, den Aufbau unterstützender sozialer Netzwerke und Stärkung von zivilgesellschaftlichem Engagement nachhaltige Bewusstseins- und Verhaltensänderungen vor Ort erreicht. Im Fokus stehen zudem die Gleichberechtigung aller Geschlechter, Demokratie und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ziel des Projektes ist u.a. der Aufbau eines Netzwerkes von Frauen verschiedener Nationen und Religionen sowie die Etablierung von Multiplikatorinnen, die über partnerschaftliche Gewalt aufklären. Dabei werden Warnsignale erlernt und Zivilcourage geübt mit dem Ziel, dass partnerschaftliche Gewalt kein Tabuthema mehr ist.
Werte Kids - ein Kunstprojekt für Grundschüler zu den Themen Menschenrechte, Vorurteile, Haltungen und demokratische Werte
Seit 2018 wird das Kunstprojekt "Werte Kids für Grundschüler zu den Themen Menschrechte, Vorurteile, Haltungen und demokratische Werte" an den Grundschulen im Stadtgebiet Vechta durchgeführt. In Workshops malen Kinder unter pädagogischer und künstlerischer Anleitung zu den Themen entsprechende Bilder. Abgerundet wird das Projekt durch eine Vernissage im Rathaus der Stadt Vechta, bei der jedes Kind Auskunft zu seinem erstellten Bild geben kann. Durch die Arbeit werden u.a. Werte wie Respekt, Fairness, Vertrauen, Ehrlichkeit, Verantwortung und Empathie vermittelt. "Werte Kids" fördert dadurch sowohl die inhaltliche als auch kreative Auseinandersetzung mit demokratischen Werten. Gleichzeitig unterstützt es das Erkennen der eigenen Werte, den Abbau von Vorurteilen und leistet Orientierungshilfe.
Sei eine Stimme
"Sei eine Stimme" ist ein interdisziplinäres, dynamisches Foto-Wanderausstellungsprojekt, das gesellschaftliche Themen aufgreift und demokratische Werte fördert. Gezeigt werden zeitgenössische Persönlichkeiten aus Sport, Unterhaltung, Wissenschaft und Politik, die Statements für Courage, Respekt, Selbstwert und Menschenwürde abgeben. Rassismus, Mobbing und Diskriminierung werden klar abgelehnt. Über ein interaktives Begleitprogramm kommen die Ausstellenden mit den Besucherinnen und Besuchern in den Austausch. Ziel ist die Stärkung von Vorbildern durch Impulse und die Bekräftigung dafür, die eigenen Stimme im persönlichen Umfeld für demokratische Werte wie Vielfalt und Menschenwürde einzusetzen und Zivilcourage zu zeigen. Die eigenen Werte können reflektiert werden und es wird ermutigt, sich couragiert gegen jede Form von Diskriminierung einzusetzen.
Ein bunter Strauß an Möglichkeiten zur Integration und Teilhabe
Sonderpreis des Bündnisses Niedersachsen packt an: Der Bürger helfen Bürgern Clausthal-Zellerfeld mit allen Ortschaften e.V. ist freier Träger der Jugendhilfe und bietet wöchentliche Kurse zur Integration und Teilhabe für Kinder und Jugendliche an. Neben einer Deutschsprachförderung gibt es für das tägliche, vielfältige Programm mit u.a. Zeichen-, Ballett-, Tanz- und Schwimmangeboten eine kontinuierliche pädagogische Begleitung. Kinder und Jugendliche werden in ihrer persönlichen, sozialen und sprachlichen Entwicklung gefördert. Durch die vielfältigen Bildungs-, Sport- und Kreativangebote werden u.a. Integration, Teilhabe und Chancengleichheit gestärkt, Selbstvertrauen aufgebaut und die Deutschkenntnisse verbessert. Das Projekt bietet den Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie soziale Bindungen aufbauen und pflegen können sowie ein respektvolles Miteinander im Alltag lernen.
Sport vernetzt – Vielfalt leben im Quartier
Sonderpreis des LandesSportBundes Niedersachsen: Der Osnabrücker Ballschule e.V. bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein regelmäßiges Sportangebot sowie eine Moonlight Sport Night. Durch das Projekt erfahren die Teilnehmenden direkte Begegnung, Teilhabe und entwickeln Vorbilder im Quartier. In zusätzlichen Netzwerkveranstaltungen, z. B. der Bewegungswerkstatt, werden alle Altersgruppen einbezogen und erleben ein vielfältiges, solidarisches Miteinander. Insbesondere Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte werden durch sportbasierte Bildungs- und Teilhabeangebote gefördert. Durch enge Kooperationen mit Schulen, Kitas und Vereinen werden durch Bewegung, Begegnung und Patenschaften Sprachkompetenz, Selbstvertrauen und Gemeinschaftssinn für ein respektvolles, starkes Niedersachsen im Sinne gelebter Vielfalt und Zivilcourage gestärkt. Das Projekt schafft Räume, in denen Vielfalt selbstverständlich gelebt und interkulturelle Begegnung ermöglicht wird.
START - Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen

Mit dem Projekt "START - Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt" richtet sich FöTEV Niedersachsen e.V. (Föderation türkischer Elternvereine) an Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen, die den Wunsch haben einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen oder ihre derzeitige berufliche Situation verbessern möchten. Auch Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung, die sich Unterstützung wünschen oder Fragen bezüglich ihrer beruflichen Ausbildung oder Tätigkeit haben, können teilnehmen. Die Frauen werden kostenlos und über sechs Monate hinweg bei ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt begleitet. Dabei sollen vor allem die deutschen Sprachkenntnisse ausgebaut werden. Außerdem geht es darum, sich mit anderen Frauen über Themen, wie den Alltag in Deutschland oder "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" auszutauschen, sowie den deutschen Arbeitsmarkt besser kennenzulernen. Mehr Informationen dazu auf www.foetev.de.
Willkommen in Deutschland - Informationen für Zugewanderte

Was brauche ich für die Einreise nach Deutschland? Wo kann ich Deutsch lernen? Wie finde ich eine Wohnung und Arbeit? Gibt es Betreuungsangebote für meine Kinder? Zu diesen und weiteren Fragen gibt die Broschüre "Willkommen in Deutschland - Informationen für Zuwanderinnen und Zuwanderer" Auskunft. Die Broschüre wird vom Bundesinnenministerium herausgegeben und liegt in zahlreichen Sprachen vor. Sie enthält ausführliche Hinweise zu Alltagsfragen, etwa: Wie kann ich Arbeit finden? Wo kann ich Deutsch lernen? Wie funktioniert das Gesundheitssystem?. Die Broschüre beinhaltet zudem eine Vielzahl von (Internet-) Adressen zu Beratungsangeboten und weiterführenden Stellen.
Die Broschüre steht zum Download zur Verfügung auf der Website des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.
MY TURN - Frauen mit Migrationserfahrung starten durch
MY TURN will Migrantinnen, die eigene Migrationserfahrung und einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben, erreichen und unterstützen. Das ESF-Bundesprogramm richtet sich an das EU-Bürgerinnen, Drittstaatsangehörige und anerkannte geflüchtete Frauen. Es zielt auf diejenigen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland und mit der Erlaubnis dauerhaft hier zu leben, einen abstrakten Arbeitsmarktzugang haben. Der abgeschlossene Besuch eines Integrations-, Berufssprach- oder sonstigen Deutschsprachkurses ist ebenfalls Voraussetzung. MY TURN wird bundesweit in 66 Projekten angeboten. 27 von ihnen setzen zusätzlich das Wahlmodul "Lotsenstelle Kinderbetreuung" um. Die Programmlaufzeit ist bis Ende 2028 geplant. Die erste Förderphase geht bis Ende 2025. Eine Vernetzungsstelle unterstützt bundesweit alle MY TURN-Projekte. www.my-turn.info
Erziehungslotsinnen und Erziehungslotsen in Niedersachsen
Seit Juli 2008 begleiten ehrenamtliche Erziehungslotsinnen und -lotsen Familien in schwierigen Lebenssituationen und helfen bei der Vermittlung professioneller Unterstützung. Vorbereitet und qualifiziert für ihre Tätigkeit werden die Ehrenamtlichen durch die niedersächsischen Familienbildungsstätten. Der Einsatz von Erziehungslotsinnen und Erziehungslotsen kann im Rahmen der Richtlinie Familienförderung gefördert werden. Mehr...
Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Niedersachsen
Integrationslotsinnen und Integrationslotsen helfen Migrantinnen und Migranten, die vor Kurzem zugewandert sind oder schon lange Zeit in Niedersachsen leben, bei der Orientierung im Alltag. Sie bieten Begleitung auf Behördenwegen, informieren Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung oder führen Eltern an das hiesige Schulsystem heran. Viele der ehrenamtlichen Lotsinnen und Lotsen in Niedersachsen haben selbst einen Migrationshintergrund. Sie ergänzen das professionelle Angebot sozialer Fachkräfte. Bereits seit 2007 fördert das Land Qualifizierungsmaßnahmen für die Helferinnen und Helfer. Weitere Informationen zu diesem Projekt und zu den Fördermöglichkeiten auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums.
Elterntalk - niedrigschwellige Elternarbeit

Elterntalk ist ein niedrigschwelliges Projekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, das an vielen Standorten in Niedersachsen angeboten wird. Die Gesprächsrunden bieten Müttern und Vätern einen Erfahrungsaustausch und finden überwiegend im privaten Rahmen statt. Die Talks werden von geschulten Müttern und Vätern moderiert. Das Besondere ist: Die Talks können auch in der jeweiligen Muttersprache durchgeführt werden. Das Ziel von Elterntalk ist, Mütter und Väter mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in ihrer Medienkompetenz und Erziehungsverantwortung zu stärken. Elterntalk richtet sich an Eltern von Kindern bis zu vierzehn Jahren. Die wertschätzende Haltung gegenüber Eltern und ihrem Erziehungsalltag ist ein wichtiger Aspekt für den Erfolg des Projekts, das vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert wird. Mehr zu dem Projekt auf elterntalk-niedersachsen.de.
MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen

Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen führt niedersachsenweit Infoveranstaltungen zu Bildungs- und Erziehungsthemen in verschiedenen Sprachen durch und informiert Eltern mit Migrationshintergrund zu Bildungsfragen. Die Infoveranstaltungen werden auch in digitaler Form angeboten. Das Angebot ist kostenlos. Auf Anfragen werden auch Gruppenangebote organisiert. www.men-nds.de
Stadtteilmütter Wolfsburg
Die Stadtteilmütter-Schulung in Wolfsburg richtet sich schon seit 2009 an junge Migrantinnen mit Kindern. Die 10-monatige Schulung mit zwei mal je zwei Wochenstunden, in denen auch für die Betreuung der Kinder gesorgt ist, vermittelt Wissen zur kindlichen Entwicklung, unterstützt den Spracherwerb, stellt beratende Einrichtungen des öffentlichen Lebens vor, gibt Orientierungshilfen zur Gestaltung des eigenen Familienlebens und zeigt Wege ins Berufsleben, z.B. durch die Weiterbetreuung der Teilnehmerinnen in Kooperation mit den Regionalen Verbund für Ausbildung und der Agentur für Arbeit. Die bisher über 200 ausgebildeten Stadtteilmütter aus 37 Herkunftsländern leisten mit ihren 16 gesprochenen Herkunftssprachen einen unschätzbaren Beitrag für die Stadtgesellschaft und zeigen eindrucksvoll wie wichtig und nützlich gelungene Integration für die Verstetigung des Integrationsprozesses Zuwandernder ist. Mehr dazu unter www.wolfsburg.de/stadtteilmuetter.
Stadtteilmütter und Stadtteilväter in Hannover
Seit 2009 arbeiten Stadtteilmütter und -Väter in Familienzentren der Stadt Hannover. Die Migrantinnen und Migranten, deren Kinder selbst eine Kita besuchen oder besucht haben, werden durch die Volkshochschule qualifiziert. Sie bieten Eltern mit Migrationshintergrund Hilfen beim Ausfüllen von Formularen, Dolmetscherdienste und Hilfen beim Aufsuchen von Job Center, Beratungsstellen, Schuleingangsuntersuchungen, Schulelternabenden oder Gesundheitsvorsorge. Die Stadtteilmütter kooperieren auch mit Integrationslotsinnen und -lotsen sowie Integrationsbeiräten. Durch ihre kombinierten Rollen als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Familienzentrum, Bewohnerin oder Bewohner des Stadtteils und Mutter oder Vater in der Kita erreichen sie Familien, die sonst nicht oder nur schwer zu erreichen sind. Die Stadtteilmütter und -Väter ergänzen, entlasten und verstärken damit die Arbeit der Familienzentren. www.hannover.de
Starke Mütter - starke Geschichten

Mehr als eine Million Mütter mit Migrationsgeschichte sind nicht erwerbstätig, obwohl mehr als jede Dritte lieber jetzt als später in den Beruf einsteigen möchte. Eine Broschüre des Bundesfamilienministeriums stellt sechs Frauen vor, die es geschafft haben: Sie stehen für über 17.000 Teilnehmerinnen des ESF-Bundesprogramms "Stark im Beruf", das seit 2015 Mütter mit Migrationshintergrund an bundesweit 90 Standorten auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit begleitet hat. starkimberuf.de
Download der Broschüre von der Website des BMFSFJ.
Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland

In jeder dritten Familie in Deutschland hat mindestens ein Elternteil einen ausländischen Pass oder wurde eingebürgert. Die Publikation "Gelebte Vielfalt: Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland" des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) nimmt diese Familien in den Blick. Sie bündelt zentrale Daten der Lebenslage von Familien mit Migrationshintergrund, zum Migrationsgeschehen, zur Bildungsteilhabe, zur wirtschaftlichen Situation und beruflichen Integration der Familien sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aktuelle statistische Daten werden ausgewertet und von Expertinnen und Experten eingeordnet.
Download der Broschüre von der Website des BMFSFJ
DJI-Kinder- und Jugendmigrationsreport 2020

Die Struktur der in Deutschland lebenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist im Laufe der vergangenen Jahre vielfältiger geworden, insbesondere durch die Fluchtmigration sowie durch in Deutschland geborene Kinder von nichtdeutschen Eltern vielfältiger. Der DJI Kinder- und Jugendmigrationsreport 2020 zeigt die Lebenswelten der jungen Menschen in Familie, Freizeit und Freundeskreisen auf.
Der Bericht bezieht sich explizit auch auf institutionalisierte Lebenslagen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund, die besonders durch das Bildungssystem geprägt werden. Für asylsuchende Jugendliche und junge Erwachsene sind zudem die durch die Kinder- und Jugendhilfe angebotenen Handlungsfelder der Inobhutnahmen und Hilfen zur Erziehung für ein erstes Ankommen in Deutschland von hoher Relevanz. Diese Bereiche werden im Bericht aufgegriffen und mit Statistiken und Survey-Daten analysiert. Im Fokus des Berichts stehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis unter 25 Jahren.
Weitere Informationen und Download des Berichts von der Website des DJI
Bundesprogramm "Menschen stärken Menschen"
Das Bundesfamilienministerium fördert und unterstützt mit dem Bundesprogramm "Menschen stärken Menschen" bürgerschaftliches Engagement in Form von Patenschaften zwischen geflüchteten und hier lebenden Menschen. Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen über die Patenschaften hinaus Gastfamilien und Vormundschaften gewonnen werden. Gefördert werden überwiegend Programmträger wie die freien Wohlfahrtsverbände, muslimische Verbände, Migrantenorganisationen, der Stiftungssektor und Freiwilligenagenturen. Seit 2018 unterstützt das Programm neben Geflüchteten auch Patenschaften für Menschen, die sich in benachteiligenden Lebenssituationen befinden. Alle Informationen zum Patenschaftsprogramm, für Gastfamilien und zu Vormundschaften auf www.bmfsfj.de.
Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Bereits 2016 hat das Bundesfamilienministerium mit UNICEF und weiteren Partnerinnen und Partnern, u.a. dem Paritätische Gesamtverband, die gemeinsame Bundesinitiative "Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" gestartet. Gemeinsam wurden erstmals bundesweit einheitliche Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften entwickelt. Als Leitlinien richten sich die Mindeststandards sowohl an Personen mit Entscheidungsbefugnis als auch an Sozialarbeitende in Flüchtlingsunterkünften. Differenziert nach zentralen Handlungsfeldern zeigen die Mindeststandards einen Weg auf, wie der bedarfsgerechte Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften sichergestellt werden kann. Die aktualisierte Neufassung berücksichtigt gesetzliche Neuerungen und Regelungen.
Download der Broschüre von der Website Paritätischer Gesamtverband.
Mit Bildungspatenschaften Integration fördern
Bildungspatenschaften können Kindern mit Zuwanderungshintergrund helfen, später in der Schule die gleichen Voraussetzungen zu haben wie Kinder deutscher Herkunft. Die "Aktion zusammen wachsen" vernetzt ehrenamtliche Patenschaftsprojekte und unterstützt die Gründung neuer Bildungspatenschaften für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Die Website zur Aktion informiert Eltern, Kitas, Schulen und Ausbildende und stellt Beispiele verschiedener Bildungspatenschaften vor. www.aktion-zusammen-wachsen.de
DKHW-Länderfonds Niedersachsen: Kinder stärken
Mit dem Fonds "Kinder stärken" unterstützt das Land Niedersachsen Kinder- und Jugendprojekte, die die altersgemäße Beteiligung und Mitwirkung von Mädchen und Jungen fördern. Außerdem werden Projekte zur Beteiligung und Teilhabe von Armut betroffener Kinder und Jugendlicher und zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund mit bis zu 5.000 Euro unterstützt. Initiativen, Vereine, Verbände und Kommunen können jederzeit Anträge stellen. Alle Informationen zum Länderfonds Niedersachsen auf www.dkhw.de/foerderfonds.
Förderung für Übersetzungsleistungen

Das Projekt "Worte helfen Frauen" in Niedersachsen bietet die Möglichkeit, Übersetzungsleistungen für Beratungsgespräche mit geflüchteten Frauen und Mädchen oder für Frauen mit Migrationshintergrund abzurechnen. Einrichtungen, die Beratungsgespräche zu frauenspezifischen Themen durchführen, können bei Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. Abrechnungen einreichen. Alle Informationen und Formulare auf worte-helfen-frauen.net.
Niedersachsen: Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge und Kriseninterventionszentrum

Das Land Niedersachsen fördert seit 2014 das Psychosoziale Kriseninterventionszentrum des Netzwerks für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN). Das NTFN hat langjährige Erfahrung in der Beratung und Begleitung von traumatisierten Flüchtlingen und verfügt über ein breites Netzwerk an Kontakten in ganz Niedersachsen.
Kinder mit Fluchterfahrungen können aus sehr unterschiedlichen Gründen traumatisiert sein und dies auf subtile und verwirrende Art zum Ausdruck bringen. Um pädagogische Fachkräfte in Kitas und Schulen bei dieser Herausforderung zu unterstützen, bietet das NTFN Beratung, Fortbildungen und eine Telefonsprechstunde an. Auf der Website des NTFN sind außerdem Informationen zur Anmeldung in Sprechstunden für Kinder und Jugendliche in Psychosozialen Zentren zu finden. www.ntfn.de
Webtipps
Hier finden Sie eine Auswahl an weiteren praxisorientierten Links zu Unterstützungsmöglichkeiten und Angeboten für Geflüchtete und Helfende. Mehr...