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Deniz Kurku ist neuer Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe

Der Landtagsabgeordnete Deniz Kurku wurde im November 2022 zum Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe berufen. Der 40-jährige Delmenhorster ist damit Nachfolger der Landtagsabgeordneten Doris Schröder-Köpf, die ihren Rücktritt von dem Ehrenamt erklärt hatte. Doris Schröder-Köpf hatte das Ehrenamt der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe fast 10 Jahre lang inne. Der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe nimmt die Interessen der Migrantinnen und Migranten als ehrenamtlicher und unabhängiger Mittler gegenüber dem Landtag und der Landesregierung wahr und ist der Niedersächsischen Staatskanzlei zugeordnet. Ziel ist die rechtliche, gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe der in Niedersachsen lebenden Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsbiografie, sowie die Humanisierung der Flüchtlings- und Asylpolitik. Zur Förderung dieses Anliegens schreibt die Landesregierung unter anderem jährlich den Niedersächsischen Integrationspreis aus. www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de

Niedersächsischer Integrationspreis 2022

Ministerpräsident Stephan Weil hat am 5. Juli 2022 gemeinsam mit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, und dem Bündnis "Niedersachsen packt an" die Preisträgerinnen und Preisträger des Niedersächsischen Integrationspreises 2022 bekannt gegeben. Mit dem Wettbewerb zeichnet das Land Niedersachsen nachhaltige Projekte und engagierte Menschen aus, die sich in besonderer Weise mit neuen Ideen dafür engagieren, dass Integration von Kindern und Jugendlichen gefördert und umgesetzt wird. Mehr ...

START - Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen

Mit dem "START - Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt" richtet sich FöTEV Niedersachsen e.V. (Föderation türkischer Elternvereine) an Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen, die den Wunsch haben einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen oder ihre derzeitige berufliche Situation verbessern möchten. Auch Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung, die sich Unterstützung wünschen oder Fragen bezüglich ihrer beruflichen Ausbildung oder Tätigkeit haben, können teilnehmen. Die Frauen werden kostenlos und über sechs Monate hinweg bei ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt begleitet. Dabei sollen vor allem die deutschen Sprachkenntnisse ausgebaut werden. Außerdem geht es darum, sich mit anderen Frauen über Themen, wie den Alltag in Deutschland oder "Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ auszutauschen, sowie den deutschen Arbeitsmarkt besser kennenzulernen.

Mehr Informationen zum Projekt START auf www.foetev.de

Erziehungslotsinnen und Erziehungslotsen in Niedersachsen

Seit Juli 2008 begleiten ehrenamtliche Erziehungslotsinnen und -lotsen Familien in schwierigen Lebenssituationen und helfen bei der Vermittlung professioneller Unterstützung. Vorbereitet und qualifiziert für ihre Tätigkeit werden die Ehrenamtlichen durch die niedersächsischen Familienbildungsstätten. Der Einsatz von Erziehungslotsinnen und Erziehungslotsen kann im Rahmen der Richtlinie Familienförderung gefördert werden. Mehr...

Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Niedersachsen

Integrationslotsinnen und Integrationslotsen helfen Migrantinnen und Migranten, die vor Kurzem zugewandert sind oder schon lange Zeit in Niedersachsen leben, bei der Orientierung im Alltag. Sie bieten Begleitung auf Behördenwegen, informieren Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung oder führen Eltern an das hiesige Schulsystem heran. Viele der ehrenamtlich tätigen Lotsinnen und Lotsen in Niedersachsen haben selbst einen Migrationshintergrund. Sie ergänzen das professionelle Angebot sozialer Fachkräfte. Bereits seit 2007 fördert das Land Qualifizierungsmaßnahmen für die Helferinnen und Helfer. Weitere Informationen zu diesem Projekt und zu den Fördermöglichkeiten auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums.

Elterntalk - niedrigschwellige Elternarbeit

Elterntalk ist ein niedrigschwelliges Projekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS), das an vielen Standorten in Niedersachsen angeboten wird. Die Gesprächsrunden bieten Müttern und Vätern einen Erfahrungsaustausch und finden überwiegend im privaten Rahmen statt. Die Talks werden von geschulten Müttern und Vätern moderiert. Das Besondere ist: Die Talks können auch in der jeweiligen Muttersprache durchgeführt werden. Das Ziel von Elterntalk ist, Mütter und Väter mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in ihrer Medienkompetenz und Erziehungsverantwortung zu stärken. Elterntalk richtet sich an Eltern von Kindern bis zu vierzehn Jahren. Die wertschätzende Haltung gegenüber Eltern und ihrem Erziehungsalltag ist ein wichtiger Aspekt für den Erfolg des Projekts, das vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert wird.

Mehr zu dem Projekt Elterntalk elterntalk-niedersachsen.de

MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen

Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen führt niedersachsenweit Infoveranstaltungen zu Bildungs- und Erziehungsthemen in verschiedenen Sprachen durch und informiert Eltern mit Migrationshintergrund zu Bildungsfragen. Die Infoveranstaltungen werden auch in digitaler Form angeboten. Das Angebot ist kostenlos. Auf Anfragen werden auch Gruppenangebote organisiert. www.men-nds.de

Stadtteilmütter-Schulung Wolfsburg

Die Stadtteilmütter-Schulung in Wolfsburg richtet sich schon seit 2009 an junge Migrantinnen mit Kindern. Der Bedarf war und ist ungebrochen und so geht das Projekt 2022 ins 13. Jahr! Die 10-monatige Schulung mit zwei mal je zwei Wochenstunden, in denen auch für die Betreuung der Kinder gesorgt ist, vermittelt Wissen zur kindlichen Entwicklung, unterstützt den Spracherwerb, stellt beratende Einrichtungen des öffentlichen Lebens vor, gibt Orientierungshilfen zur Gestaltung des eigenen Familienlebens und zeigt Wege ins Berufsleben, z.B. durch die Weiterbetreuung der Teilnehmerinnen in Kooperation mit den Regionalen Verbund für Ausbildung und der Agentur für Arbeit. Die bisher über 200 ausgebildeten Stadtteilmütter aus 37 Herkunftsländern leisten mit ihren 16 gesprochenen Herkunftssprachen einen unschätzbaren Beitrag für die Stadtgesellschaft und zeigen eindrucksvoll wie wichtig und nützlich gelungene Integration für die Verstetigung des Integrationsprozesses Zuwandernder ist.

Weitere Informationen unter www.wolfsburg.de/stadtteilmuetter

Stadtteilmütter und Stadtteilväter in Hannover

Seit 2009 arbeiten Stadtteilmütter und -Väter in Familienzentren der Stadt Hannover. Die Migrantinnen und Migranten, deren Kinder selbst eine Kita besuchen oder besucht haben, werden durch die Volkshochschule qualifiziert. Sie bieten Eltern mit Migrationshintergrund Hilfen beim Ausfüllen von Formularen,  Dolmetscherdienste und Hilfen beim Aufsuchen von Job Center, Beratungsstellen, Schuleingangsuntersuchungen, Schulelternabenden oder Gesundheitsvorsorge. Die Stadtteilmütter kooperieren auch mit Integrationslotsinnen und -lotsen sowie Integrationsbeiräten. Durch ihre kombinierten Rollen als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Familienzentrum, Bewohnerin oder Bewohner des Stadtteils und Mutter oder Vater in der Kita erreichen sie Familien, die sonst nicht oder nur schwer zu erreichen sind. Die Stadtteilmütter und -Väter ergänzen, entlasten und verstärken damit die Arbeit der Familienzentren. www.hannover.de

Elmigra im Landkreis Nienburg

Im Jahr 2007 startete der Landkreis Nienburg das Projekt "Elmigra - Eltern mit Migrationshintergrund". Es richtet sich an Eltern mit einem Migrationshintergrund und geringen oder keinen Deutschkenntnissen. Ziel ist es durch muttersprachliche Veranstaltungen Eltern Informationen rund um die Themen Erziehung, Bildung und Alltag mit Kindern verständlicher zu machen. Das Wissen wird auch durch praktische Übungen und Anschauungsmaterial vermittelt und vertieft. Geschulte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit Migrationshintergrund informieren und begleiten Migrantinnen und Migranten zu verschiedenen Alltagsthemen. Initiiert wurde das Projekt vom Familienservicebüro des Landkreies Nienburg.

Informationen zu Elmigra gibt es auf der Website des Landkreises Nienburg

DJI-Kinder- und Jugendmigrationsreport 2020

Die Struktur der in Deutschland lebenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist im Laufe der vergangenen Jahre vielfältiger geworden, insbesondere durch die Fluchtmigration sowie durch in Deutschland geborene Kinder von nichtdeutschen Eltern vielfältiger. Der DJI Kinder- und Jugendmigrationsreport 2020 zeigt die Lebenswelten der jungen Menschen in Familie, Freizeit und Freundeskreisen auf.

Der Bericht bezieht sich explizit auch auf institutionalisierte Lebenslagen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund, die besonders durch das Bildungssystem geprägt werden. Für asylsuchende Jugendliche und junge Erwachsene sind zudem die durch die Kinder- und Jugendhilfe angebotenen Handlungsfelder der Inobhutnahmen und Hilfen zur Erziehung für ein erstes Ankommen in Deutschland von hoher Relevanz. Diese Bereiche werden im Bericht aufgegriffen und mit Statistiken und Survey-Daten analysiert. Im Fokus des Berichts stehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis unter 25 Jahren.

Weitere Informationen und Download des Berichts von der Website des DJI

Starke Mütter - starke Geschichten

Mehr als eine Million Mütter mit Migrationsgeschichte sind nicht erwerbstätig, obwohl mehr als jede Dritte lieber jetzt als später in den Beruf einsteigen möchte. Eine Broschüre des Bundesfamilienministeriums stellt sechs Frauen vor, die es geschafft haben: Sie stehen für über 17.000 Teilnehmerinnen des ESF-Bundesprogramms "Stark im Beruf", das seit 2015 Mütter mit Migrationshintergrund an bundesweit 90 Standorten auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit begleitet hat. starkimberuf.de

Download der Broschüre von der Website des BMFSFJ

Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland

In jeder dritten Familie in Deutschland hat mindestens ein Elternteil einen ausländischen Pass oder wurde eingebürgert. Die Publikation "Gelebte Vielfalt: Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland" des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) nimmt diese Familien in den Blick. Sie bündelt zentrale Daten der Lebenslage von Familien mit Migrationshintergrund, zum Migrationsgeschehen, zur Bildungsteilhabe, zur wirtschaftlichen Situation und beruflichen Integration der Familien sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aktuelle statistische Daten werden ausgewertet und von Expertinnen und Experten eingeordnet.

Download der Broschüre von der Website des BMFSFJ

Mit Bildungspatenschaften Integration fördern

Bildungspatenschaften können Kindern mit Zuwanderungshintergrund helfen, später in der Schule die gleichen Voraussetzungen zu haben wie Kinder deutscher Herkunft. Die "Aktion zusammen wachsen" vernetzt  ehrenamtliche Patenschaftsprojekte und unterstützt die Gründung neuer Bildungspatenschaften für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Die Website zur Aktion informiert Eltern, Kitas, Schulen und Ausbildende und stellt Beispiele verschiedener Bildungspatenschaften vor. www.aktion-zusammen-wachsen.de