Das Netzwerk Familienzentrumsarbeit Niedersachsen hat eine Petition für die zeitnahe und nachhaltige finanzielle Unterstützung, Stärkung und Weiterentwicklung von Familienzentrumsarbeit in Niedersachsen gestartet. Das Ziel sind 5.000 Unterschriften, damit das Thema Familienzentren im Landtag debattiert werden muss. Zur Begründung unterstreichen die Initiator:innen, dass Familienzentrumarbeit niedrigschwellige und ganzheitliche Antworten auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen wie Armutsfolgenprävention, Gesundheitsvorsorge, Einsamkeitsbekämpfung, Unterstützung bei gesellschaftlicher Partizipation, Teilhabe und damit auch bei Demokratiebildungsprozessen biete. Familienzentrumsarbeit würde gerade jene Familien im Sozialraum erreichen, die durch additive Angebote oftmals nicht erreicht werden. Damit würden Startchancen und Bildungsgerechtigkeit verbessert und ein nicht unerheblicher volkswirtschaftlicher Nutzen erwirkt.
Konkret soll die Petition…
- die Anerkennung von Familienzentrumsarbeit als wichtigen Baustein einer effizienten, jederzeit anpassbaren, niedrigschwelligen und präventiven sozialen Infrastruktur für Familien erwirken,
- die Sichtbarkeit von Familienzentrumsarbeit als wichtigen Teil einer kommunalen Gesamtstrategie erhöhen
- daraus folgend eine nachhaltig und dauerhaft landesweit angelegte finanzielle Unterstützung dieser Arbeit mit einer entsprechenden landesweit agierenden und vernetzenden Koordinierung erreichen und
- eine entsprechende Regelung im Kontext der Novellierung des NKiTaG anregen
Die Initiator:innen betonen, dass für die Weiterentwicklung der Qualität von Familienzentrumsarbeit in Niedersachsen durch die Vorarbeit der Expertinnenrunde und des nifbe / der Landeskoordinierungsstelle Familienzentrumsarbeit in Niedersachsen bereits wichtige Grundlagen wie ein Eckpunktepapier und ein Qualitätsrahmen geschaffen wurden.
Rückenwind für Familienzentren in Niedersachsen
Das "Netzwerk Familienzentrumsarbeit" ist Anfang Juni mit einer Auftaktveranstaltung an den Start gegangen. Es will die rechtliche Verankerung und landesweite Förderung von Familienzentren mit starker Stimme vorantreiben. Als erste Aktion wurde die Online-Petition gestartet. Mitgliedsanträge können ab sofort über die Homepage des Netzwerks netzwerk-familienzentrumsarbeit-nds.de gestellt werden.
Schon jetzt können sich Interessierte die erste digitale Mitgliederversammlung des Netzwerks vormerken: Am Donnerstag, den 01.10.2026 von 14.00 bis 16.00 Uhr.
