Nach intensiven Gesprächen haben sich das Land und die Kommunalen Spitzenverbände auf eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung der Kindertagesbetreuung in Niedersachsen geeinigt. Ab 2026 erhalten die Kommunen bis einschließlich 2031 jährlich zusätzlich 290 Millionen Euro. Insgesamt stellt die Landesregierung bis 2031 1,75 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit können insbesondere gestiegene Personalkosten infolge von Inflation und Tarifsteigerungen besser ausgeglichen werden. Die Zusatzmittel sollen künftig an Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst angepasst werden und in einer dann neu gestalteten Finanzhilfe aufgehen. Ziel ist es, die Finanzhilfe schneller und unbürokratischer bereitzustellen – ohne Abstriche bei der Qualität der Betreuung.
In Niedersachsen sind originär die Landkreise und kreisfreie Städte als örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig für die Kindertagesbetreuung. Faktisch ist dies jedoch meist auf die Gemeinden übertragen. Das Land unterstützt die Kommunen sowie die Einrichtungsträger insbesondere durch eine pauschalierte Finanzhilfe bei den Personalkosten. Vor dem Hintergrund der Inflations- und allgemeinen Kostenentwicklung haben die kommunalen Spitzenverbände eine sich verschärfende Unterfinanzierung beklagt. Seit dem vergangenen Jahr hatten Landesregierung und kommunale Spitzenverbände gemeinsam an einer tragfähigen Lösung gearbeitet. Die Ergebnisse dieser Gespräche werden nun umgesetzt.
Die deutlich angehobene Finanzausstattung fügt sich ein in ein umfangreiches Gesamtpaket für eine bedarfsgerechte Kindertagesbetreuung in Niedersachsen: Bereits heute beteiligt sich das Land mit rund 1,5 Milliarden Euro jährlich an den Personalkosten in Kitas. Hinzu kommen weitere Förderprogramme, etwa für Sprachbildung, zusätzliche Fachkräfte, Personal in Ausbildung sowie Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und zur Flexibilisierung angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels.