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Girls'Day und Boys'Day 2026: "Dein Tag, dein Weg!"

Unter dem Motto "Dein Tag, dein Weg!" haben tausende Unternehmen und Institutionen am 23. April 2026 ihre Türen für den 25. Girls'Day geöffnet. Der mittlerweile 15. Boys'Day verzeichnete mit gut 9.000 Angeboten bundesweit einen neuen Höchstwert. Insgesamt standen über 24.000 Angebote und knapp 180.000 Plätze für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. 

Mädchen erhalten dabei vor allem Einblicke in technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe, während Jungen soziale, pflegerische und erzieherische Tätigkeiten kennenlernen. Mädchen und Jungen lernen so Bereiche kennen, in denen sie jeweils bislang unterrepräsentiert sind.

Gleichzeitig findet Berufsorientierung zunehmend im Spannungsfeld von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz statt. Viele der vorgestellten Berufsfelder verändern sich rasant: Ob in IT, Handwerk, Verwaltung, Gesundheitswesen oder sozialen Dienstleistungen – digitale Kompetenzen sind heute in nahezu allen Branchen gefragt. Die Aktionstage setzen genau hier an, indem sie nicht nur theoretische Informationen vermitteln, sondern vor allem praxisnahe Erfahrungen ermöglichen und so Zukunft greifbar machen.

Seit dem Start der Initiative haben bereits über 2,6 Millionen Mädchen und rund 500.000 Jungen teilgenommen. Damit zählen Girls'Day und Boys'Day zu den größten Berufsorientierungsprojekten in Deutschland. Gleichzeitig profitieren auch Unternehmen und Institutionen deutlich von ihrem Engagement: 81 Prozent steigern ihre Bekanntheit bei jungen Menschen, 57 Prozent gewinnen potenzielle Praktikantinnen und Praktikanten und 48 Prozent finden sogar mögliche Auszubildende. Vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels gewinnen die Aktionstage damit weiter an Bedeutung, um Talente frühzeitig anzusprechen.

Aufbrechen von Berufsklischees

Zugleich zeigen die Zahlen, wie stark sich viele Jugendliche bei der Berufswahl noch immer einschränken: In Deutschland gibt es rund 330  duale Ausbildungsberufe, doch mehr als die Hälfte der Mädchen konzentriert sich auf lediglich zehn Berufe – ohne einen einzigen gewerblich-technischen. Jungen wählen überwiegend aus nur rund 20 Ausbildungsberufen. Genau hier setzen Girls'Day und Boys'Day an, indem sie neue Wege aufzeigen, Horizonte erweitern und helfen, festgefahrene Rollenbilder aufzubrechen.

Erste Veränderungen sind bereits sichtbar: Der Anteil von Frauen in MINT-Studiengängen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und lag 2024 bei 32,9 Prozent. Gleichzeitig wächst auch das Interesse von Jungen an sozialen und erzieherischen Berufen. Die Aktionstage leisten damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Vielfalt in unterschiedlichen Branchen.

Insgesamt zeigt sich die langfristige Wirkung der Initiative deutlich: Girls'Day und Boys'Day ermöglichen frühzeitig echte Einblicke in die Arbeitswelt, helfen Jugendlichen, eigene Stärken zu entdecken, und unterstützen sie dabei, selbstbewusste Entscheidungen für ihren beruflichen Weg zu treffen.