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Erwerbstätigkeit von Müttern in Niedersachsen 2024: Überwiegend in Teilzeit, Umfang stark abhängig vom Alter des Kindes

In welchem Umfang Mütter und Väter minderjähriger Kinder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, prägt nicht nur den Familien­alltag, sondern wirkt sich auch auf gesellschaftliche Strukturen und die Gesamtwirtschaft aus. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, waren 2024 in Niedersachsen laut Erstergebnissen des Mikrozensus 76,8% der Mütter und 92,6% der Väter, die mit mindestens einem minderjährigen Kind in einem Haushalt lebten, erwerbstätig. Bei Vätern schwankte die Erwerbs­tätigen­quote, also der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung, unabhängig vom Alter des jüngsten Kindes zwischen 91,8% und 93,9%. Bei Müttern zeigte sich hingegen ein deutlicher Zusammenhang: Mit zunehmendem Alter des jüngsten Kindes stieg ihre Erwerbsbeteiligung. So waren 65,2% der Mütter mit Kindern unter drei Jahren erwerbstätig. Hierzu zählen auch Mütter in Mutter­schutz oder Elternzeit, die vorübergehend nicht aktiv arbeiteten. Bei Müttern, deren jüngstes Kind von 15 bis unter 18 Jahre alt war, wurde eine Erwerbstätigenquote von 85,1% erreicht.

Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Arbeitszeitmodell
Besonders ausgeprägt waren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern hinsichtlich des Arbeitszeitmodells. Während 27,0% der Mütter eines minderjährigen Kindes in Vollzeit arbeiteten, traf dies auf 91,8% der Väter mit minderjährigem Kind zu. Bei Müttern variierten die Arbeitsstunden deutlich – je nachdem, ob das jüngste Kind unter drei Jahre alt, im Kindergartenalter oder im schul­pflichtigen Alter war. Mit höherem Alter des jüngsten Kindes arbeiteten Mütter häufiger in Vollzeit oder erhöhten ihre Arbeitsstunden innerhalb eines Teilzeitmodells.

Ein neuer Beitrag im Online-Magazin "Statistisch gesehen" bietet ausführliche Informationen zur Erwerbsbeteiligung und den Arbeitszeitmodellen von Müttern und Vätern in Niedersachsen: magazin.statistik.niedersachsen.de