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16. Niedersächsischer Gesundheitspreis: Krisenfestes Gesundheitswesen, gesundes Altern und digitale Technologien

Mit der neuen Ausschreibung des Niedersächsischen Gesundheitspreises werden engagierte Projekte aus Niedersachsen gesucht, die sich für Krisenresilienz, ein gesundes Altern in Gemeinschaft und den patientenorientierten Einsatz von digitalen Technologien in der Gesundheitsversorgung einsetzen. Zum 16. Mal schreiben das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, die AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen sowie die Apothekerkammer Niedersachsen den Niedersächsischen Gesundheitspreis aus.

Prämiert werden Projekte und Initiativen, die sich für zukunftsweisende Lösungen und Ansätze in der Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung einsetzen und Vorbildcharakter haben. In diesem Jahr werden Projekte gesucht, die auf folgende Fragestellungen Antworten finden: Wie lässt sich das Gesundheitswesen krisenfest und resilient aufstellen? Wie kann im Alter die Gesundheit und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden? Welche digitalen Technologien bieten einen Mehrwert für die patientenzentrierte Gesundheitsversorgung?

Das Preisgeld beträgt insgesamt 15.000 Euro und wird zu jeweils 5.000 Euro auf drei Preiskategorien aufgeteilt. Eine fachkundige Jury bewertet alle Einsendungen und vorgeschlagenen Projekte und wählt für jede Kategorie das beste Projekt aus.

Diese drei Preiskategorien werden in 2026 ausgeschrieben:

1. Gesund in herausfordernden Zeiten – Resilienz im Gesundheitswesen

Krisen sind längst keine Ausnahmeerscheinung mehr, sondern Teil unserer gesellschaftlichen Realität: Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und Überschwemmungen fordern unsere psychische sowie physische Gesundheit heraus, daher müssen auch Einrichtungen der Gesundheitsversorgung mit Maßnahmen zur Klimaanpassung reagieren. Außerdem sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin spürbar, etwa im Gesundheitswesen sowie im Bildungssystem. Gerade die Bewältigung solcher Ereignisse zeigt, wie wichtig resiliente Organisationen und handlungsfähige Akteurinnen und Akteure sind, um die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere von vulnerablen Gruppen, wirksam zu schützen. Ausgezeichnet werden Projekte und Strategien, die die Bevölkerung und Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen befähigen, sich auf aktuelle sowie zukünftige Krisen einzustellen und somit einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit leisten.

2. Miteinander gesund älter werden

Der demografische Wandel ist in Deutschland längst Realität: Jede fünfte Person ist heute älter als 66 Jahre. Auch die Zahl der Hochaltrigen ab 80 Jahren nimmt kontinuierlich zu. Daher ist es wichtig, den Lebensabschnitt nach Renteneintritt aktiv, gesundheitsfördernd und sozial eingebunden zu gestalten. Die heutige ältere Generation engagiert sich häufig für Familienangehörige, in der Nachbarschaft oder in Vereinen. Durch das Engagement werden der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert, Begegnungen ermöglicht sowie die eigene Gesundheit und Lebenszufriedenheit nachhaltig gestärkt. Soziale Kontakte und Gemeinschaft haben einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden sowie gesundes Altern. In dieser Preiskategorie werden daher Projekte ausgezeichnet, die einerseits einen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft leisten und andererseits die körperliche, soziale und mentale Gesundheit von älteren Menschen fördern.

3. Digital Health – Digitale Technologien für eine patientenzentrierte Gesundheitsversorgung

Die digitale Transformation verändert Diagnosestellung, Therapie sowie Versorgungsprozesse grundlegend und eröffnet neue Chancen für eine stärker personalisierte Betreuung. Durch die intelligente Nutzung von Gesundheitsdaten und die Digitalisierung von Abläufen können Prozesse optimiert, Schnittstellen reduziert sowie die Qualität der Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessert werden. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, telemedizinischen Lösungen und smarter Sensorik hilft dabei, Gesundheitsdaten sinnvoll nutzbar zu machen, Diagnostik zu verbessern und Patientinnen und Patienten kontinuierlich zu begleiten. Gesucht werden zukunftsfähige Projekte, die digitale Technologien einsetzen und damit einen Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen und personalisierten Gesundheitsversorgung leisten.

Bewerbungen werden bis zum 31. Juli 2026 bei der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. ausschließlich online unter www.gesundheitspreis-niedersachsen.de entgegengenommen.