In Niedersachsen lebten im Jahr 2025 rund 1,1 Millionen Familien. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) auf Basis der Erstergebnisse des Mikrozensus 2025 weiter mitteilt, lebte in mehr als drei Viertel aller Familien (77,4%) ein Paar zusammen mit mindestens einem Kind. In fast jeder vierten Familie (22,6%) war ein Elternteil alleinerziehend.
Alleinstehende häufigste Lebensform in Niedersachsen 2025
Familien sind im Mikrozensus Lebensformen, in denen mindestens ein Elternteil mit mindestens einem Kind im Haushalt zusammenlebt. Familien machten 2025 mit 27,1% gut ein Viertel aller im Mikrozensus erfassten Lebensformen aus. Gegenüber 2015 (27,5%) blieb ihr Anteil nahezu unverändert. Das Lebensformenkonzept umfasst außerdem Paargemeinschaften ohne Kinder und alleinstehende Personen. Während der Anteil der Paare ohne Kind zwischen 2015 und 2025 von 28,9% auf 27,8% gesunken ist, nahm der Anteil der alleinstehenden Personen von 43,6% (2015) auf 45,0% (2025) im gleichen Maße leicht zu.
Verheiratete Eltern bilden weiterhin die häufigste Familienform
Rund 749.000 Familien bestanden 2025 aus verheirateten Paaren, die gemeinsam mit mindestens einem Kind in einem Haushalt lebten (68,2%). In etwa 248.000 Familien lebten alleinerziehende Elternteile (22,6%) und in knapp 101.000 (9,2%) unverheiratete Eltern mit ihren Kindern in einem Haushalt (sogenannte Lebensgemeinschaften). Während gegenüber 2015 der Anteil der Ehepaare leicht gesunken ist (70,0%), stieg der Anteil der unverheirateten Lebensgemeinschaften von 7,2% auf 9,2% an. Der Anteil der Alleinerziehenden hat sich hingegen kaum verändert (2015: 22,8%).
Auch bei Familien mit Einwanderungsgeschichte überwiegt die Ehe
In mehr als zwei Dritteln (70,6%) der Familien, in denen beide Elternteile eine Einwanderungsgeschichte hatten, waren die Eltern verheiratet. In den Familien ohne Einwanderungsgeschichte lebten hingegen 64,9% der Eltern als Ehepaar zusammen. Sowohl bei Familien mit als auch ohne Einwanderungsgeschichte war die Ehe die häufigste Familienform. Unter Familien von Eltern ohne Einwanderungsgeschichte war etwa jede zehnte eine unverheiratete Lebensgemeinschaft mit mindestens einem Kind (9,7%). Bei unverheirateten Lebensgemeinschaften, bei denen beide Elternteile über eine Einwanderungsgeschichte verfügten, waren es 5,5%. Von den Familien mit Einwanderungsgeschichte waren 70.000 beziehungsweise 23,9% alleinerziehend.
Rund 1,9 Millionen Kinder in 1,1 Millionen Familien in Niedersachsen
Im Jahr 2025 lebten rund 1,9 Millionen Kinder in den Familien Niedersachsens (2015: 1,8 Millionen). 530.000 Kinder (28,1%) lebten im Haushalt ihrer Eltern und waren volljährig. Von ihnen waren 127.000 und damit 23,9% bereits 27 Jahre oder älter. Unabhängig vom Alter lebten 531.000 Kinder (28,1%) ohne weiteres Geschwisterkind im Haushalt. 820.000 Kinder (43,5%) wuchsen gemeinsam mit einer Schwester oder einem Bruder auf und 535.000 Kinder (28,3%) hatten mindestens zwei Geschwister, die noch im Haushalt der Familie lebten.
Gegenüber 2015 verringerte sich der Anteil der Kinder ohne Geschwister im Haushalt von 31,0% auf 28,1%. Nahezu unverändert blieb der Anteil der Kinder, die mit genau einem Geschwisterkind zusammenlebten (2015: 43,3%; 2025: 43,5%). Zugenommen hat dagegen der Anteil der Kinder in größeren Geschwisterkonstellationen. Während 2015 25,7% der Kinder mit mindestens zwei weiteren Geschwistern im Haushalt lebten, waren es 2025 bereits 28,3%.
Methodische Hinweise und Definitionen:
Beim Mikrozensus wird jährlich rund 1% der Bevölkerung in Niedersachsen befragt. Die Angaben in dieser Pressemitteilung basieren auf den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, werden die Daten an den Eckwerten der Bevölkerungsfortschreibung auf der Grundlage des Zensus 2022 hochgerechnet. Weitere Informationen: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Haushalte-Familien/Methoden/mikrozensus-2020.html
Im Lebensformenkonzept des Mikrozensus werden Familien, Paargemeinschaften ohne Kinder und Alleinstehende unterschieden. Zu den Familien zählen auch Alleinerziehende. Alleinstehende können dabei sowohl in Ein- als auch in Mehrpersonenhaushalten, zum Beispiel in Wohngemeinschaften leben.
Gemäß dem Lebensformenkonzept handelt es sich bei einer Familie um eine Eltern-Kind-Gemeinschaft. Somit sind gemischtgeschlechtliche und gleichgeschlechtliche Paare sowie alleinerziehende Elternteile, die mit Kind oder Kindern im Haushalt zusammenleben, eine Familie. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder ohne Altersbegrenzung. Damit besteht eine statistische Familie stets aus zwei Generationen: Eltern oder Elternteile und den im Haushalt lebenden Kindern (2-Generationen-Regel).
Zur Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte gehören Personen, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 in das heutige Staatsgebiet Deutschlands eingewandert sind. Sie umfasst somit Eingewanderte sowie deren direkte Nachkommen.
Nähere Informationen zum Mikrozensus sowie weitere Ergebnistabellen zu privaten Haushalten und anderen Themenbereichen finden Sie unter: https://www.statistik.niedersachsen.de/themen/privathaushalte-niedersachsen