Das Mehrgenerationenhaus Langenhagen e.V. feiert seinen 40. Geburtstag am 22. August 2026 mit einem bunten Programm. Eine Ausstellung zur 40-jährigen Vereinsgeschichte erwartet die Besucher:innen ebenso wie eine verrückte Modenschau, Musik und Schwoof. Die Feier beginnt um 10.30 Uhr. Christine Pfeuffer leitet das Mehrgenerationenhaus Langenhagen seit 16 Jahren. Im Interview erzählt sie von Freuden und Herausforderungen ihrer Arbeit.
Liebe Frau Pfeuffer, bitte stellen Sie sich selbst kurz vor.
Mein Name ist Christine Pfeuffer, ich arbeite seit 20 Jahren im Mehrgenerationenhaus Langenhagen, zunächst mit den Gesprächskreisen "Frauen im Wechsel" und "Frauengesundheit", den es immer noch gibt. Ich habe Vorstandsarbeit gemacht und 2007 mit dem Opstapjeprojekt als Koordinatorin begonnen. Das war ein Kooperationsprojekt der Gesellschaft für Behindertenarbeit (heute: Lebenshilfe Langenhagen-Wedemark) und unserem Mehrgenerationenhaus. Ich habe das Opstapjeprojekt bis 2024 geleitet, parallell habe ich 2010 die Leitung des MGH übernommen, die ich bis heute ausübe.
Welche Angebote gibt es im Mehrgenerationenhaus Langenhagen?
Das Mehrgenerationenhaus ist sehr breit aufgestellt, von Frühstück, Seniorentreffen und Seniorengymnastik bis Kinderbetreuung, Plattdeutsch sprechen, Frauengesundheit und jede Menge Gesprächsgruppen zum Austausch und Kennenlernen.
Die Angebote umfassen die Gebiete Integration und Bildung, Vereinbarkeit Familie und Beruf, Bewegung, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Ehrenamtliches Engagement. Wir arbeiten mit Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen zusammen.
Was macht das Mehrgenerationenhaus Langenhagen liebenswert?
Es ist gemütlich eingerichtet, hat in gewisser Weise einen Wohnzimmercharakter, wir pflegen die Willkommenskultur. Jede und Jeder ist willkommen und wird freundlich empfangen. Das übernehmen Gastgeberinnen, die jeden Tag den Offenen Treff betreuen und die Gäste in Empfang nehmen. Es ist ein gutes Miteinander, hier findet man oder frau Kontakte und immer ein offenes Ohr.
An welche Begegnung erinnern Sie sich besonders gern?
Es gibt mehrere Begegnungen. Unter anderem zwei Japanerinnen, die sich nach unserer Arbeit erkundigt haben, Gäste aus unserer Partnerstadt Southwark - es waren sehr lustige Gespräche. Ich erinnere mich auch gerne an ehemalige Mitarbeiterinnen, die schon verstorben sind.
Die Arbeit mit dem Opstapjeprojekt war auch eine sehr gute Arbeit mit vielen interessanten Begegnungen. Opstapje war ein niedrigschwelliges Bildungsprogramm für Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund. Sie wurden zuhause von Hausbesucherinnen besucht, mit Spielzeug versorgt und in gemeinsamen Gruppentreffen, die im Mehrgenerationenhaus stattgefunden haben, begleitet. Das Opstapje-Konzept stammt aus den Niederlanden.
Vor welche Herausforderungen stellt Sie die Arbeit im Mehrgenerationenhaus?
Das Mehrgenerationenhaus bekommt noch eine Förderung bis einschließlich 2028, danach ist es unklar, wie es weitergeht, ob nochmal eine Bundesförderung erfolgt oder nicht. Das Geld ist ein entscheidender Faktor, die wichtige Arbeit muss auch bezahlt werden, auch unsere Ehrenamtlichen bekommen für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung.
Was wünschen Sie dem Mehrgenerationenhaus Langenhagen für die nächsten 40 Jahre?
Bestand und Kontinuität, gute Mitarbeiterinnen und dass die Arbeit für die Kommune einen sicheren und festen Platz innerhalb der Stadt hat.
