"Kinder und Jugendliche sicher in der digitalen Welt zu begleiten, ist eine gemeinsame Aufgabe. Dafür braucht es Fachkräfte, die digitale Lebenswelten verstehen, Chancen und Risiken erkennen und Familien kompetent unterstützen." Mit diesem Fazit endete der Fachtag des Netzwerks Frühe Hilfen der Hansestadt Lüneburg und des Landkreises Lüneburg am 9. September 2026. Rund 141 Fachkräfte aus der Jugend- und Eingliederungshilfe, dem Gesundheitsbereich, der Justiz, Psychologie und weiteren Arbeitsfeldern kamen in der Ritterakademie zusammen, um sich mit dem zunehmend an Bedeutung gewinnenden Thema "Digitaler Kinderschutz" auseinanderzusetzen.
Die Schirmherrinnen, 1. Kreisrätin Yvonne Hobro und Dezernentin für Soziales und Bildung Gabriele Scholz, machten in ihren einleitenden Worten die Bedeutung des digitalen Kinderschutzes deutlich. Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich mit digitalen Medien auf. Smartphone, soziale Netzwerke, Online-Spiele und digitale Kommunikationsangebote sind fester Bestandteil ihres Alltags. Neben den vielfältigen Chancen der digitalen Welt entstehen jedoch auch Risiken und Gefährdungen, die besondere Aufmerksamkeit und einen wirksamen Schutz erfordern.
Einen wichtigen fachlichen Impuls setzte Frau Roboom mit ihrem Vortrag "Aufwachsen in Digitalien - Chancen, Risiken und pädagogische Orientierung". Dabei ging sie der Frage nach, welche Bedeutung digitale Medien für das Aufwachsen von Kindern haben, welche Rolle die elterliche Mediennutzung hat und wie Familien im Umgang mit digitalen Medien begleitet werden können.
Den fachlichen und multiprofessionellen Austausch rundeten vier unterschiedliche Workshops und ein Forum ab. Die Teilnehmenden hatten dabei die Möglichkeit, sich vertieft mit verschiedenen Facetten des digitalen Kinderschutzes auseinanderzusetzen, eigene Erfahrungen einzubringen und neue Perspektiven für die praktische Arbeit zu gewinnen.

