Noch bis zum 16. August sind Bewerbungen für den erstmals ausgeschriebenen Deutschen Gemeinsamkeitspreis des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Kompetenznetzes Einsamkeit. Ausgezeichnet werden Projekte, Initiativen und Organisationen, die Einsamkeit entgegenwirken und soziale Verbundenheit stärken. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben, in jeder Kategorie werden drei Preise vergeben. Die Kategorien verbinden unterschiedliche Akteursgruppen und Themenschwerpunkte, um möglichst vielen Initiativen und Aktivitäten eine Bewerbung zu ermöglichen.
Die vier Kategorien sind:
Kategorie 1: Kommunen und öffentliche Einrichtungen
In dieser Kategorie werden Landkreise, Städte sowie öffentliche Einrichtungen (z .B. Schulen und Studierendenwerke) ausgezeichnet, die durch ihre Maßnahmen und Projekte einen wirksamen Beitrag zur Verringerung von Einsamkeit leisten.
Kategorie 2: Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement
Diese Kategorie würdigt zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, die sich ehrenamtlich oder gemeinwohlorientiert im Kampf gegen Einsamkeit engagieren. Ausgezeichnet werden können unter anderem Kirchengemeinden, Nachbarschaftsinitiativen und -projekte, Vereine sowie Wohlfahrtsverbände.
Kategorie 3: Wirtschaft und Arbeitswelt
In dieser Kategorie werden betriebliche, verbandliche oder gewerkschaftliche Initiativen ausgezeichnet, die mit innovativen Ansätzen dazu beitragen, Einsamkeit im Arbeitsumfeld zu verringern und das soziale Miteinander ihrer Beschäftigten zu stärken.
Kategorie 4: Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen
In dieser Kategorie werden Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die Menschen erreichen, die aufgrund besonderer sozialer, gesundheitlicher, ökonomischer oder räumlicher Zugangsbarrieren ein erhöhtes Risiko für Einsamkeit aufweisen. Hierzu können beispielsweise Alleinerziehende, armutsbetroffene Personen erwerbslose Personen, Menschen mit Behinderungen, pflegende Angehörige sowie queere Menschen zählen. Gewürdigt werden Ansätze, die diese Barrieren gezielt abbauen, etwa durch besonders niedrigschwellige oder aufsuchende Formate, durch persönliche Ansprache, durch die Nutzung vertrauter Orte oder durch eine enge Orientierung an den Lebenslagen der adressierten Menschen. Die Kategorie umfasst sowohl zielgruppenspezifische Angebote als auch offene oder quartiersbezogene Initiativen.
Alle Informationen und Unterlagen gibt es unter kompetenznetz-einsamkeit.de/deutscher-gemeinsamkeitspreis-2026.
