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Multiplikatorinnenschulung: Kinder und Jugend­liche in Familien mit Partner­schafts­gewalt stärken

Multi­pli­ka­torinnen­- und Multi­pli­ka­to­ren­schulung für Lehr­kräfte und Fach­kräfte der So­zia­len Ar­beit in Nieder­sachsen

Die mehr­teil­ige Schu­lung mit Block­semi­naren, Selbst­lern­zeiten und Coaching­an­teilen ist Teil eines Pilot­pro­jekts, das vom Insti­tut für Schule, Jugend­hilfe und Familie e.V. durch­geführt wird unter der Leitung von Prof. Dr. Angelika Henschel (Leuphana Universität Lüneburg).

Durch die Förderung des Landes Niedersachsen ist die Fortbildung inklusive der Verpflegung und Übernachtung für die Teilnehmenden kostenlos. Lediglich die individuellen Kosten für An- und Abreise sind durch die Teilnehmenden oder die/den Arbeitgebenden zu begleichen. Aufgrund der niedersächsischen Finanzierung werden Teilnahmeinteressierte aus Niedersachsen vorrangig berücksichtig.

Die Fortbildung, die aus drei drei­tägigen Block­seminaren (mit Übernachtung) sowie einer Abschluss­tagung besteht, erstreckt sich über einen Zeit­raum von acht bis neun Monaten. Zwischen den Block­seminaren werden Coachin­gangebote in den Selbst­lern­zeiten zur Verfügung gestellt, die dabei unter­stützen sollen, ein eigenes Projekt zu entwickeln, das zur Ab­schluss­tagung einer breiteren Öffent­lich­keit präsentiert wird und die Er­langung eines Zerti­fikats ermöglicht. Im Rahmen der Fort­bildung wird ein fun­diertes Wissen über die Zusammen­hänge und Dy­namiken von Partner­schafts­gewalt und deren Aus­wir­kungen auf Kinder und Jugend­liche vermit­telt. Teil­nehmen­de lernen Signale und Anzeichen betroffener Kinder und Jugend­licher zu ver­stehen. Die Fort­bildung zeigt res­sourcen­orien­tierte und Resilienz stärkende Hand­lungs­ansätze für die päda­go­gische Praxis auf, um die Kinder und Jugend­lichen in dieser schwierigen Situa­tion zu stärken und indivi­duell begleiten zu können.

Ziel der Fortbildung ist es, die Teil­nehmen­den für die spezifi­schen Bedürf­nisse und Bedarfe der Kinder und Jugend­lichen im Kontext von Partner­schafts­gewalt zu sensi­bili­sieren, um Kindes­­wohl­­gefähr­dung entgegen­zuwirken und das Kindes­wohl zu unter­stützen. Die Fortbildung zeigt ressourcen­orientierte und Resilienz stärkende Hand­lungs­ansätze für die pädagogische Praxis auf. Die Teil­nehmen­den reflek­tieren diese in Bezug auf ihren Arbeits­bereich und die Schulungs- und Unter­stützungs­bedarfe von Fach­kräften in Kinder­tages­stätten, Schulen, Ein­rich­tungen der Kinder- und Jugend­hilfe und Frauen­häusern. Wesentliche Aspekte im Rahmen der formalen Kinder­schutz­­verfahren werden auf­ge­griffen, wobei auf ver­bes­serte Vernetzungs- und Koo­pe­rations­beziehungen und ihre Gelingens­bedingungen eingegangen wird. Darauf aufbauend entwickeln die Teil­nehmen­den im Rahmen der Fort­bildung eigene Projekte, die sie als Multipli­katorinnen und Multi­plikatoren in Form von Sensi­bili­sierungs­maß­nahmen, Beratungen, (Inhouse)Schulungen oder ähn­lichen Formaten an Lehr- und Fach­kräfte aus Kita, Schule, Kinder- und Jugend­hilfe und Frauen­haus­arbeit vermitteln. Die Teil­nehmen­den eignen sich hierfür inhalt­liche wie didaktisch-methodische Kennt­nisse im Rahmen der Fort­bildung an, um die Projekte ziel­gruppen­spezifisch umsetzen zu können. Zwischen den Seminar­blöcken können die Teil­nehmen­den für ihre Projekt­entwick­lung Coaching­termine in Anspruch nehmen. Durch Praxis­teams und kolle­gialen Aus­tausch unter­stützen und vernetzen sich die Teil­nehmen­den unter­einander.

Termine und Orte:
14.-16.08.2024 Loccum | 20.-22.11.2024 Aurich | 22.-24.01.2025 Barendorf | 26.-28.03.2025 Hannover

Im Jahr 2025/2026 sowie 2026/2027 sind weitere Durchführungen des Angebots geplant. Interessensbekundungen für zeitnahe Termininfos dazu sind per E-Mail an birgit.schwarz@isjuf.de möglich.

Datum
14.08.2024 bis 28.03.2025
Ort
Niedersachsen
Programm/Anmeldung
Anmeldeschluss
15.07.2024