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Gewaltfreie Erziehung

Wussten Sie, dass am 30. April der Internationale Tag der gewaltfreien Erziehung ist? Dieser Gedenktag wurde von der UN ins Leben gerufen. Er soll darauf aufmerksam machen, dass Kinder das Recht haben, in einer fürsorglichen, liebevollen Atmosphäre ohne Gewalt und Vernachlässigung aufzuwachsen. In Deutschland ist das Recht auf gewaltfreie Erziehung erst seit dem Jahr 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert:

"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Erziehungsmaßnahmen sind unzulässig." (§ 1631, Abs. 2 BGB)

Seit dem 1. Juli 2009 ist der Schutz von Kindern explizit auch in dem neuen Artikel 4a in der Niedersächsischen Verfassung verankert: "Kinder und Jugendliche haben als eigenständige Personen das Recht auf Achtung ihrer Würde und gewaltfreie Erziehung. Wer Kinder und Jugendliche erzieht, hat Anspruch auf angemessene staatliche Hilfe und Rücksichtnahme. Staat und Gesellschaft tragen für altersgerechte Lebensbedingungen Sorge. Kinder und Jugendliche sind vor körperlicher und seelischer Vernach­lässigung und Misshandlung zu schützen."

Bevor es knallt: Unterstützung und Erste Hilfe

Bei akuten Krisen kann ein qualifizierter, einfühlsamer Rat per Telefon oder eine Online-Beratung eine erste Hilfestellung leisten. Qualifizierte Beraterinnen und Berater bieten Hilfe in Erziehungsfragen - gebührenfrei und selbstverständlich vertraulich. Auf Wunsch und je nach Problemlage wird dabei auch an Fachkräfte in Beratungsstellen zu einer persönlichen Beratung weitervermittelt.

Elterntelefon 0800 / 111 0 550
montags bis freitags 9 bis 17 Uhr
dienstags und donnerstags 9 bis 19 Uhr

Online-Beratung für Eltern
Für Eltern mit Fragen und Problemen zur Erziehung ist die Online-Beratung der Bundes­konferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) die richtige Adresse im Netz: bke-elternberatung.de

Elternbriefe - Praktische Unterstützung in der Kindererziehung
Die Elternbriefe des Arbeitskreises Neue Erziehung und die Peter-Pelikan-Elternbriefe begleiten Eltern und Kinder vom ersten Monat bis in die Pubertät. Qualifizierte Tipps helfen, einen eigenen, sinnvollen Weg in der Kindererziehung zu finden. Extra- und Sonderelternbriefe gibt es unter anderem zu den Themen "Gewaltfreie Erziehung", "häusliche Gewalt" und "sexuellen Missbrauch". Die Elternbriefe gibt es im Abo oder einzeln bei www.ane.de.

Häusliche Gewalt - Was tun?

Häusliche Gewalt gibt es in vielen Formen: körperlich, sexualisiert, psychisch, sozial oder ökonomisch - die Übergänge sind fließend. Leider ist Gewalt in der Familie meist ein Tabu-Thema - für Betroffene wie für Außenstehende. Dabei gibt es zahlreiche Hilfsangebote für Frauen, Männer und Kinder. Hier finden Sie Anlaufstellen, Hilfs- und Beratungs­angebote und weiterführende Informationen, wie Sie sich selbst schützen oder Betroffenen helfen können. Mehr...

Mehr zum Thema

Erziehungshilfe
Für Eltern gibt es verschiedene Angebote zur Unterstützung im Erziehungsalltag. Hier finden Sie Hinweise zur Erziehungsberatungsstellen und weiteren Angeboten bei Fragen im Erziehungsalltag.

Elternbildungsprogramme
Eltern und Kinder sind vielen Belastungen ausgesetzt, die sich oft auch auf das Familienleben auswirken. Wie kann man als Elternteil mit schwierigen Erziehungssituationen umgehen, wenn das Kind Problemverhalten zeigt? Hier finden Sie Programme, die Eltern (und Kinder) in Kursen praktische Hilfen an die Hand geben.